Hochwasser aktuell

Hochwasser aktuell

Hochwasser in Niedersachsen: Aktuelle Geschehnisse im Überblick.

    Liebe Leser, während in einigen Hochwassergebieten Norddeutschlands die Pegelstände wieder sinken, schlägt die Feuerwehr andernorts erneut Alarm. An dieser Stelle werden wir Sie über den Tag mit aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
    Der Deutsche Bauernverband macht sich wegen des heftigen Regens Sorgen um die Ernte. „Durch den Dauerregen kommt es zu Qualitätsschäden, und es droht auch zu einem Mengenproblem zu werden“, sagte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, der „Passauer Neuen Presse“. „Je länger sich der Regen hinzieht, desto problematischer wird es.“ Die Ernte habe bereits bis auf Weiteres abgebrochen werden müssen. Wie Krüsken ergänzte, treibt die Bauern auch die Sorge um, ob die Wetterextreme wie der Starkregen auf den Klimawandel zurückzuführen sind. „Die Ausschläge und Extreme nehmen deutlich zu. Dadurch steigen die Risiken für die Landwirte.“
    Ein Flutwelle rollte auf Braunschweig zu: Mit rund hundert freiwilligen zusätzlichen Einsatzkräften bereitet sich die Feuerwehr der Stadt Braunschweig auf die Ankunft der Flutwelle aus dem Harz vor. Die Oker soll der Vorhersage nach am Mittag ihren Höchststand im Landkreis Wolfenbüttel erreichen. Am Nachmittag werden sehr hohe Pegelstände in Braunschweig erwartet. „Wir gehen davon aus, dass Stadtteile überschwemmt werden“, sagte der für das Hochwasser zuständige Lagedienstführer Jörg Meyer am Donnerstagmorgen. Möglicherweise könnten einzelne Straßen etwa im Bereich Leiferde betroffen sein. Die Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass die Oker so hoch steigen könnte wie in den vergangenen 20 Jahren nicht mehr. In Hannover ist die Lage nach Auskunft der Feuerwehr dagegen noch entspannt. „Wir schauen, was noch aus dem Süden kommt“, sagte ein Sprecher.
    Von einer seit Dienstag an dem Hochwasser-Fluss Holtemme vermissten Seniorin fehlt weiter jede Spur. Nach der 69-Jährigen aus Wernigerode in Sachsen-Anhalt werde weiter gesucht, hieß es am Donnerstag im Polizeirevier Harz. Bisher sei die Suche mit Hunden und per Hubschrauber ergebnislos verlaufen. Die Frau wohnt direkt neben der Holtemme. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau in den Fluss gefallen ist. Die Kriminalpolizei ermittle im Umfeld der Seniorin. Auf Wunsch der Familie sei bisher kein öffentlicher Fahndungsaufruf herausgegeben worden. Es würden deshalb auch keine Details zu der Vermissten mitgeteilt, sagte eine Sprecherin.
    Auch kein Hundewetter: Eine Mitarbeiterin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG hält in Harsleben (Sachsen-Anhalt) den erschöpften Jack Russel "Charly" auf dem Arm, der zuvor von Einsatzkräften mit einem Schlauchboot aus dem Überflutungsgebiet geholt worden ist.
     
    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert,dpa
     
    Während in einigen Regionen die Einsatzkräfte unter Hochdruck die Dämme mit Sandsäcken verstärken, gibt es andernorts auch diese Bilder: Friseurin Carola Knauth reinigt in Rhüden (Niedersachsen) einen Haartrockner aus ihrem Friseursalon, der vom Hochwasser betroffen ist.
     
    Foto: Swen Pförtner,dpa
     
     
    Auch wenn die Straßen teilweise unter Wasser stehen, öffnen die ersten Geschäfte in den vom Hochwasser betroffenen Regionen wieder. Möglich machen das auch die vielen ehrenamtlichen Helfer. Eine Buchhandlung in Burgwedel bedankt sich:
     
    Gute Nachricht für die vom Hochwasser gebeutelten Harz-Regionen: In den kommenden Tagen sind keine weiteren schweren Regenfälle in Sicht. „Zeitweise Niederschläge halten sich arg in Grenzen, sie sind nicht in dem Rahmen, dass es wieder zu einem Hochwasser kommen könnte“, sagte der Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag in Leipzig. Es gebe nur vereinzelt leichte örtliche Schauer. In den nächsten Tagen werde es sommerlicher. Schon am Freitag könnten die Temperaturen auf bis zu 25 Grad Celsius klettern. Am Sonntag kletterten sie sogar auf nahe 30 Grad, sagte der Meteorologe. An den meisten Flüssen und Bächen im Harz hat sich die Situation mittlerweile etwas entspannt. Für die Warme und Kalte Bode, die Holtemme und die Ilse meldete die Hochwasservorhersagezentrale durchweg fallende Tendenzen. Allerdings gelte an einigen Abschnitten der Holtemme und der Ilse momentan noch die Alarmstufe 3.
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