Wacken 2018 - Der Liveblog

Wacken 2018 - Der Liveblog

shz.de berichtet live vom Metal-Festival in Wacken.

    Moin und willkommen, liebe Metalheads! Das sind heute unsere Highlights:
     
    Für alle, die das Festival traditionell beginnen wollen, empfehlen wir wärmstens die Wackener Feuerwehrkapelle: 15.45 Uhr auf der Beer Garden Stage.
     
    Große Namen seht ihr hier:
    20.50 Uhr: Nazareth (W:E:T Stage)
    22.55 Uhr: Sepultura (W:E:T Stage)
     
    Außerdem spielen die ersten Bands des Metal Battles. Das ist ein internationaler Contest für kleinere, regionale Gruppen, die in ihren Heimatländern bereits eine Ausscheidung gewonnen haben. Hier in Wacken findet nun die Endrunde statt. Unsere Empfehlung: Wer es wild, dreckig und nicht geschliffen-verPOPt mag - guckt mal bei den Bands vom Metal Battle rein. Gespielt wird heute bis ca. 17 Uhr auf der W:E:T Stage und bis ca. 16.45 Uhr auf der Headbangers Stage. 
     
     
    Herzlich willkommen an alle Zuhausegebliebenen und natürlich auch an alle da draußen auf dem Holy Ground. Wir halten euch hier die nächsten Tage auf den Laufenden.
    Für mich geht es schon einmal wunderbar los. Tarchon Fist, eine Band aus Italien und Teilnehmer beim diesjährigen Metal Battle haben das Publikum schon gut im Griff.
    Tarchon Fist machen übrigens das, was man guten, alten Heavy Metal nennt: schroffe Riffs, grellen, aber melodischen Gesang, dazu lange Haare und Kutte. Eben was Traditionelles zum Start.
    Tarchon Fist aus Italien.
     
    Der meist geliebte Mann in Wacken.
     
    Jetzt gerade haben sich ein paar Wolken vor die Sonne geschoben und es ist recht angenehm. Auch angenehm schlammfrei. Weil es in einigen Bereichen aber etwas staubt, bewässern einige Mitarbeiter den Boden - damit eure Bratwurst nicht sandig schmeckt. Die Männer mit Wasserschlauch sind gern gesehen bei allen, die Abkühlung brauchen. 
    Klar steht in Wacken immer noch die Musik im Mittelpunkt. Aber längst sind auch andere Angebote dazugekommen. So gibt es in diesem Jahr zum Beispiel eine E-Sport-Area. Ihr findet die im der Nähe der Bändchenausgabe.
    Sascha Jahn ist Großmeister im Puzzlen: Er und das Orga-Team basteln aus Terminwünschen, Tourplänen und Fan-Aufkommen die Running Order zusammen. Wer spielt wann und wo? Im Gespräch mit Festival-Today-Reporter Ludger Hinz erklärt Sascha, wie über das ganze Jahr hinweg der Plan für das WOA 2018 entstanden ist.
    "Nicht hauen, wehr' dich mit Wörten!" - Wir alle haben diesen Mutti-Spruch schon gehört. Die Künstler vom Metal Slam nehmen ihn ernst. Ab morgen, 14 Uhr, gibt es wieder einen Wettkampf der Slam-Poeten. Gestritten wird auf der Welcome to the Jungle Bühne.
     
     - Auf der Welcome to the Jungle Bühne gibt's einen Wettkampf der Wörter.
     
    Mittwoch ist traditionell noch Anreisetag - doch es gibt auch schon auf mehreren Bühnen Programm. Vor allem durch den Metal Battle lernt man immer nochmal neue Bands kennen. Aus fast allen Ecken der Welt kommen Nachwuchsbands in Wacken zusammen.
    Der „W:O:A Metal Battle“ bringt die Szenen dieser Welt auf dem Wacken-Open-Air zusammen – in diesem Jahr bereits zum 15. Mal. „Einigen Bands hat der Wettbewerb schon beim Start in ihre Karriere geholfen und sie begleitet, wie etwa Drone, Torture Squad, Battle Beast und Hammercult“, erläutert „Metal Battle“-Organisator Sascha Jahn die Vorzüge des Wettbewerbs.
     

    Besonders Länder aus Regionen der Welt, die auf der metallischen Landkarte zuvor nur wenig Beachtung fanden, wurden durch den Metal Battle sichtbar. Mittlerweile haben schon mehr als 40 Nationen teilgenommen, jährlich kommen zum Finale die Vertreter aus 28 Ländern in Wacken zusammen, um die Top 5 der Landessieger zu ermitteln. „Die Bands decken auch dieses Jahr wieder ein breites Spektrum aller Genres von klassischem bis Death Metal ab“, sagt Jahn. „Neu dabei ist die Ukraine.“

    Beim Finale, jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 11 bis 16 beziehungsweise 20 Uhr auf der W.E.T. Stage und der Headbanger’s Stage im Bullhead City Circus, können sie zeigen, was Metal in ihrem Herkunftsland bedeutet.

    Neben Sachpreisen und Preisgeldern der „Wacken Foundation“ für die fünf Erstplatzierten wird es für den Gesamtsieger dieses Mal einen besonderen Bonus geben, wie Sascha Jahn ankündigt. „Der Erste Platz erhält einen Liveauftritt beim ,Full Metal Holiday: Destination Mallorca‘ (14. bis 21. Oktober 2018) – inklusive Reisekosten.“
     
     
    Dort sind dann auch die Gewinner des Metal-Battle 2009, Crisix, am Start und werden den Club vor bis zu 2000 Metalheads zum Beben bringen. Und die Deutsche Welle dreht eine kleine Reportage, die weltweit ausgestrahlt wird. Das Finale bietet aber auch für jede Band ein Forum, mit Produzenten, Bookern, Managern und Labels in Kontakt zu treten, als Sprungbrett für eine musikalische Zukunft. Text: Ludger Hinz
    Ein Superheld lässt sich mit dem Wasserstrahl aus einer Unkrautspritze kühlen.
     

    Menge wartet vor der Wasteland-Stage auf Rezet 🤘🏻

    Merles Proviant hat ein wenig unter Hitze und Kram gelitten. Sie weigert sich seit Jahren, Bananenbrotboxen zu kaufen.

    Die Festivalzeitung Festival Today hat diesmal einen besonders heißen Coverboy. Ihr könnt sie runterladen unter Shz.de/wacken

    Das ist Basti aus Bayern. Er sagt, er sei ein Pferd, das würde man ihm nur nicht so ansehen. Ob diese Unsicherheit von der Hitze kommt? Naja, es ist schon heiß im Kostüm, sagt Basti. Obwohl er laut eigener Aussage nichts darunter trägt.

    So den ersten Tag in Wacken habe ich fast überstanden. Meine Bilanz als nicht Metal-Fan und Anti-Festival-Gänger: Die Musik ist für mich immer noch Krach, alle sind schwarz und dreckig, Frauen in BHS und in kurzer Hose stehen in der ersten Reihe und headbangen was das Zeug hält, kreischen so lange bis ihnen der Leadsänger sein Handtuch zuwirft. Es folgt ein hysterischer Aufschrei und der Rückzug in die hinteren Reihen. Merkwürdiges Völkchen. Mein erstes Interview habe ich auch über die Bühne gebracht ohne dass auf auffiel, dass ich nicht so genau weiß was Thrash-Metal überhaupt ist. Das Interview gibt es morgen für euch. Ich bin gespannt was mich morgen erwartet.

    Bei Hitze geht hier alles ein wenig langsamer. Hier und da liegen Leute im Staub, andere sitzen hechelnd vor dem leeren Bierbecher.

    Könnt Ihr was von Fish senden???
    Für unsere Festivalzeitung "Festival Today" hat Metal-Queen Doro ein sehr persönliches Grußwort geschrieben.
     
     
     
    Hallo Headbangers und Metalheads,
    endlich, endlich ist es wieder so weit – wir sind wieder in Wacken - beim größten, tollsten, schönsten Metal-Festival der Welt. Ich habe mich gleich bei meinem allerersten Auftritt hier ins W:O:A verliebt. Das war 1993 – wir waren Headliner, aber hätten fast unsere eigene Show verpasst, denn unser Busfahrer konnte einfach das Festival-Gelände nicht finden - wir waren umringt von Feldwegen und Äckern. Wir haben uns total verfahren und mussten ständig Einheimische nach dem Weg fragen, von denen uns schließlich ein hilfreicher Wackener mit seinem Trecker gerade noch pünktlich zum Ziel führte.
     
    Zu Beginn der 90er steckte das W:O:A ja noch in den Kinderschuhen und war natürlich noch nicht so perfekt organisiert wie heute. Beschilderungen fehlten und anstatt der 80000 Metal. Maniacs kamen damals vielleicht 6000 Fans nach Wacken. Damals fand das Festival auch noch in der „Kuhle“ statt, wo heute das wunderschöne Artist Village steht (nicht nur für mich der beste Backstage-Bereich der Welt). Kleiner Tipp von mir: Ich glaube, hier werden auch Führungen angeboten, den Blick hinter die Kulissen solltet ihr euch nicht entgehen lassen!
     
    Zurück ins Jahr 1993: Wenn auch hier und da noch nicht alles perfekt war, die Bühne war top! Riesengroß und mit dem besten Soundsystem bestückt, das damals zur Verfügung stand. Ich merkte sofort, dass die Wacken-Macher Holger Hübner und Thomas Jensen, mit denen ich seit meinem ersten Auftritt befreundet bin, hier mit totalem Herzblut bei der Sache waren und etwas Großes für den Metal schaffen wollten – von Fans für Fans!

    Der verdiente Lohn: Seit 2006 pilgern jährlich 80000 Menschen zum W:O:A. Und Wacken ist für Fans auf der ganzen Welt längst zum Mekka des Heavy Metal geworden. Unzählige Fans in Nord- und Südamerika, Asien und Australien beneiden uns um unser Wacken. Und Tausende von ihnen sparen (manchmal jahrelang), um sich zumindest einmal im Leben ihren Wacken-Traum zu erfüllen. Und deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich in diesem Jahr am Freitagabend mein 35-jähriges Bühnenjubiläum mit einer echt fetten Headliner-Show feiern kann. Und das mit jeder Menge Gaststars, Rock-Legenden und Metal-Freunden. Dort bekommt ihr auch schon die ersten Songs aus meinem kommenden, neuen Album „Forever Warriors, Forever United zu hören, das am 17. August erscheint.

    Lasst euch überraschen, wir freuen uns auf euch – auf die besten Fans, beim besten Festival der Welt!
    Eure DORO
     
    Metal Battle-Teilnehmer 2018 von Argentinien, China und karibik sind dabei:
     
    Argentinien
     
    Die 2007 gegründete Groove Metal Band aus Berazategui ist nach elf Jahren Schaffenszeit mit einem Demo und zwei Alben am Start.
     
    Belgien
     
    Behind Bars aus Geel/Westerlo (gegründet 2015), liefern eine explosive Mischung aus Thrash Metal und Hardcore, haben bisher eine Demo und eine EP draußen.
     
    Bulgarien
     
     
    Die Death'n'Roll Band aus Sofia (gegründet 2008) brilliert mit galoppierendem düsteren Death Metal.
    Kanada 2013 gegründet, verschmilzt die Band Centuries Of Decay Black und Death Metal-Elemente mit progressiven modernen Einflüssen; ihr Sound ist athmosphärisch, dynamisch und hart.
     
    China
     
    Die From Sorrow (gegründet 2003) wartet mit melodischem Progressive/Melodic Death Metal auf und ist eine der führenden und mehrfach ausgezeichneten Bands in China.

    Karibik
     
    Die 2016 gegründete Groove Metal Band Asylum aus Surinam hat in der kurzen Zeit vier Singles draußen. Ihr Name bedeutet „Schutz“ ebenso wie „Flucht“, denen sie sich mit ihrer Musik widmen.
     
    Kaukasische Republik

    Every Dog Has Its Day aus Tiblissi (gegründet 2015) bewegt sich mit ihrem dynamischen Mix zwischen Death-, Math- und Metalcore.
     
    Text: Ludger Hinz
    Weitere Teilnehmer des Metal Battles: Dänemark, Indien und Israel
     
    Dänemark
     
    Die junge dänische Extrem-Metal-Band Xenoblight (gegründet erst 2017) aus Silkeborg stellt sich im Stil einer starken, dichten Atmosphäre mit pathetischem sowie melancholischem lyrischen Universum vor.
     
    Ex-Jugoslawische Republiken
     
    Die Progressive Death Metal-Formation Cordura aus Velenje in Slowenien wurde 2012 gegründet und war schon erfolgreich bei einigen Band Contests.
     
    Finnland
     
     
    Da sie musikalisch breiter aufgestellt sein wollte, realisierte die Alternative Metal Band aus Turku ihre ersten Veröffentlichungen über ein Akademie-Coaching-Programm.
     
    Frankreich
     
    Die Melodic Death Metal-Band Aephanemer (gegründet 2014) aus Toulouse verarbeitet Elemente des skandinavischen Melodic Death Metal, traditioneller slavischer Musik und klassische Symphonien.
     
    Indien
     
     
    Schweren, rauen, Thrash-beeinflussten Death Metal mit Elementen aus New und Old School spielt die fünfköpfige Thrash/Death Metal Band Godless aus Hyderabad (gegründet 2015).
     
    Indonesien
     
    Down for Life (gegründet 2000) aus Surakarta/Central Java hat sie sich in zwei Jahrzehnten etabliert und eine große Fan Base erschaffen, die sich den Namen The Pigs of Hell (Die Höllenschweine) gegeben hat.
     
    Israel
     
    Shiran aus Haifa (gegründet 2012) ist eine Modern Heavy Metal Band und liefert kraftvolle Riffs mit einem weiten Gesangsspektrum; ihr Sound vermischt weiblichen Gesang mit treibenden Riffs und galoppierenden Drums.
    Text: Ludger Hinz
    Unser Kollege Kevin ist heute den ganzen Tag auf den Zeltplätzen unterwegs gewesen. Seine Eindrücke im Video:
     

    Unser Metal Battle Favorit ist derzeit eine Band aus Rumänien, die traditionelle Instrumente mit Death Metal kombiniert.


    Die Epic Folk Metal-Band An Theos existiert seit 2010 und hat bisher zwei Alben auf dem Markt und bereits über 200 Live-Shows gespielt.

    Foto: Ludger Hinz

    Der Gewinner der internationalen Nachwuchsbands wird am Donnerstagabend bekannt gegeben. Mal schauen, ob An Theos auch der Jury gut gefällt.

     

    Morgen spielt noch die zweite Hälfte der Bands. Ich hoffe, dass ich dann die Gelegenheit habe, noch ein paar zu sehen.

    Gleich schauen wir aber erstmal bei Nazareth vorbei und sagen für heute erstmal Tschüß aus Wacken.

    Auf dem Weg zur „Arbeit“ 🤘🏻

    Guten Morgen, zweiter Tag auf Wacken für mich, yeah 🤘🏻

    Nach zehn Stunden Schlaf bin ich fit für einen weiteren Tag 😁 Meine Füße tuen immer noch leicht weh von den gefühlten zwanzig Kilometern, die man hier zurücklegen muss um von A nach B zu gelangen. Bestes Workout 💪🏻

    Noch ist es hier recht ruhig. Nur wenige Metal-Fans sind schon auf den Beinen und noch geht an den zahlreichen Getränkeständen mehr Wasser als Bier über den Tresen.

    Die Polizei zieht nach Festival-Start eine gechillte Zwischenbilanz. "Die Anreise der Gäste aus aller Welt erfolgte in diesem Jahr aus polizeilicher Sicht absolut stressfrei, nur vereinzelt gab es leichte Verkehrsbehinderungen. Die Einsatzlage ist bis jetzt ruhig, die Stimmung der Fans weitgehend friedlich", teilt Polizeisprecherin Merle Neufeld mit.
     
    Bei 75.000 Gästen kommt es aber trotzdem zu Zwischenfällen: Ein paar Leute wurden mit Cannabis erwischt. Ein Autofahrer fiel bei einer Drogenkontrolle auf.
     
    Im Wackinger Village hat sich ein 47-Jähriger aus Bayern eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingehandelt - der Mann warf offenbar einen mit Farbe gefüllten Becher auf die Bühne und beschädigte damit mehrere Laptops und zwei Mischpulte.
     
     
    Ansonsten registrierte die Polizei in der Nacht mehrere Diebstähle aus Zelten. "Zum Teil befanden sich die Geschädigten während der Tat in ihren Behausungen und schliefen. Den unliebsamen Besuch bemerkten sie in den meisten Fällen nicht oder aber zu spät", teilt Merle Neufeld mit. "In diesem Zusammenhang möchte die Polizei nochmal darauf hinweisen, Wertgegenstände nicht in den Zelten zu verwahren - dort sind die Dinge nicht vor Dieben sicher!"

    Hier noch eine Impression von gestern Abend. Romantik à la Wacken.

    Guten Morgen, raus aus den Federn!
     
    Unsere Highlights für den heutigen Donnerstag:
     
    Wer große Namen sehen will, muss sich heute entscheiden.
    Um 20.45 Uhr spielt Danzig (Faster Stage) guten, alten Hard Rock. Wer es lieber abgefetzter mag, findet bei Hatebreed eine Alternative. Ebenfalls um 20.45 Uhr auf der Louder Stage. Tja, und wer Gott begegnen will: Um 22.30 Uhr spielt Judas Priest (Harder Stage).
     
    Wer den Tag weniger schrammelig starten will, sei Mambo Kurt empfohlen: Rock auf der Heimorgel gibt es ab 12.30 Uhr auf der Beer Gaarden Stage. Wer gestern die Wackener Feuerwehrkapelle verpasst hat, darf sich ebenfalls im Beer Garden auf einen weiteren Auftritt freuen. Los geht es ab 18.45 Uhr mit den W:O:A Firefighters. (PS:Mitsingen ausdrücklich erlaubt. Für Newbies hier noch mal der Text: "Scheiß drauf, Wacken ist nur einmal im Jahr. Ole Ole ..." )
     
    Ansonsten geht es heute weiter mit dem Metal Battle Wettbewerb. Die Bands spielen ab 11 Uhr abwechselnd auf der Headbangers und der W:E:T Stage.
    von Daniela Lottmann, shz.de bearbeitet von Mira Nagar 8/2/2018 8:54:33 AM

    Ruhe vor dem Sturm. Der Soundcheck läuft bereits. Das Infield wird um 13 Uhr eröffnet.

    Heute geht es wieder weiter mit dem Metal Battle, in dem Bands aus allen Ecken der Welt gegeneinander antreten.
    Ok, dass Schweden und die USA starke Metal-Szenen haben, ist bekannt. Beim Metal Battle sind diesmal aber erstmals auch Musiker aus der Ukraine dabei. Außerdem noch:
     
    Rumänien
     
    Die Epic Folk Metal-Band An Theos existiert seit 2010 und hat bisher zwei Alben auf dem Markt und bereits über 200 Live-Shows gespielt.
     
    Spanien
     
    Die Heavy-Metal-Band The Flying Scarecrow aus Sopelana (2015 gegründet) hat bereits verschiedene Contests gewonnen.
     
    Schweden
     
    Eine „Metalmaschine“ ist die Groove Death Metal-Formation Chugger aus Göteborg (gegründet 2012); sie mischt ihren Metal mit dem Grove des amerikanischen Südens zusammen.
     
    Schweiz
     
    Gemäßigten Melodic Metal gibt’s von der Schweizer Band Lotrify. 2008 gegründet, nahmen sie 2013 ihre erste EP auf, spielten auf diversen Konzerten und legen nun das erste Studioalbum vor.

    Ukraine
     
    Mystic Metal, der sich mit ukrainischen Sagen befasst, spielen Motanka (gegründet 2016) und vermischen darin altertümliche Intrumentalsounds aus ihrer Heimat mit Metal und Ambient.
     
    USA
     
    Aus der hoch umkämpften südlichen Metal Szene Kaliforniens (USA) kommen Voices of Ruin (gegründet 2007), die sich durch mitreißende Live-Performances gegen ihre Konkurrenten durchsetzten.

    Text:  Ludger Hinz
     
    Wie klingt Metal aus dem Libanon oder aus Litauen? Auch diese Bands sind beim Metal Battle dabei:
     
    Italien
     
    Den guten alten 80er Jahre-Metal und Deutschen Metal vermischt Tarchon Fist aus Bologna zu einem einzigartien modernen Metal-Sound.
     
    Japan
     
    Die Thrash-Metal-Band End All aus Tokyo/Japan (gegründet 2008) gibt der Szene in ihrem Land seitdem die Richtung vor.
     
    Libanon
     
    Die Melodic-Thrash-Metal-Band Phenomy spielt in einem Land, das Metal nicht toleriert. Sie prangern mit einem konstanten Growlen soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Ungerechtigkeit an.
     
    Litauen
     
    Eine Mischung aus British Heavy Metal und modernem Alternative Prog Metal präsentiert die Band Phrenetix und liefert damit unerbittliche und fesselnde Musik mit weiblichem Gesang und aggressiven Riffs ab.
     
    Luxemburg
     
    Atomic Rocket Seeders (2013 gegründet) mischt alle möglichen Metal/Rock-Stile mit Blues, Jazz und 70er Jahre-Hardrock zu einem eigenen Stil zusammen.
     
    Mexiko
     
    Ihre eigene Kreation von Heavy Speed Metal präsentieren Steel Night aus Victoria de Durango, die erst 2017 gegründet wurden.
     
    Norwegen
     
    In ihrem Black Metal übernehmen bei Todesking aus Ullandhaug, Stavanger, Themen wie das Böse und Gewalt die Hauptrollen.
     
    Österreich 
     
    Folk-, Black-, Pagan- und Death Metal vereint Nemoreus (gegründet 2016). Die Band kombiniert hier  altertümliche Instrumente wie Bouzouki oder Drehleier mit Drums und E-Gitarren.
     
    Text: Ludger Hinz
     
    An unserem ersten Tag war schon viel Schönes dabei. Tag zwei beginnen wir aber erstmal mit einem starken Kaffee und Rock'n'Roll. Hier Johnny B. Goode mit Wumms. 
     
    Gestern habe ich die schleswig-holsteinische Band Rezet vor ihrem ersten Auftritt in Wacken interviewt.

    Eigentlich war es nicht ihr erster Gig in Wacken denn sie haben bereits zwei Mal im Market Zelt gespielt. Doch dieses Jahr durften die Vier die Wasteland-Stage rocken🤘🏻

    Die vergangenen Tage waren sehr probenintensiv, denn Gitarrist Heiko ist erst vor kurzem zur Band hinzugestoßen. Er ersetzt Lucas Grümmert. „Es ist Heikos erstes Konzert. Er ist dementsprechend aufgeregt. Um ihn mehr Sicherheit zu geben, haben wir viel geprobt“, sagt Ricky, Bandgründer.

    Auch in diesem Jahr können sich Metalheads beim morgendlichen Yoga ein wenig auflockern.

    Heute soll laut wettervorhersage der heißeste Wacken-Tag werden. Unser Video-Team hat mal gefragt, wie heiß die Metalheads auf Wacken sind...
     
    „Ohne Heiko wären wir wahrscheinlich entspannter und hätten uns nicht extra auf Wacken vorbereitet“, sagt Ricky.
    Inzwischen sind sie alle gut eingespielt. Nur Rickys Stimme hat etwas gelitten. „Ich bin etwas heißer und versuche, möglichst wenig zu reden.“

    Gesangsunterricht nimmt Ricky nicht. „Ich habe über die Jahre meine eigene Technik entwickelt. Ich weiß wie ich meine Stimme formen kann.“

    Seit er 13 ist spielt Ricky Gitarre. Zunächst waren es eher poppige und kommerzielle Sachen bevor er in die Metal-Szene eintauchte. „Ich konnte mich mit der Musik identifizieren und bin immer weiter in die Materie eingedrungen und dann beim Thrash-Metal gelandet - und bis heute geblieben.“


    Auf der WET Stage spielt jetzt Motanka, der Metal Battle Teilnehmer aus der Ukraine.

    Motanka hat sehr schicke schwarze Gewänder an und kombiniert traditionellen Gesang und Growling mit Death Metal. Es ist die erste Band, die die Ukraine beim Metal Battle vertritt.

    Neben seinem Auftritt freut der 27-jährige Sänger vor allem auf die Bands Judas Priest und Danzig. „Mein Fokus liegt aber auf unserem Auftritt. Je nachdem wie die Stimmung ist, entscheide ich spontan welche Band ich noch sehe und wie lange ich bleibe.“

    Das letzte Mal als Besucher 2012 auf dem Festival. „Früher hat mich die zunehmende Kommerzialisierung gestört. Aber als Künstler sehe ich das anders. Ich möchte neues Publikum für unsere Musik begeistern, dafür ist Wacken eine tolle Gelegenheit.“ Außerdem möchte er auch zum Hip-Hop-Festival gehen und sich dort willkommen fühlen, sagt er.

    Highlight für Rezet waren in diesem Jahr neben ihrem Wacken-Auftritt ihre Konzerte in China.

    In wenigen Wochen geht es dann auf der Full Metal Cruise weiter. „Wir haben ganz spontan eine Anfrage bekommen und sofort zugesagt.“

    Spontane Anfrage gebe es öfter, so Ricky. „Wir haben alle versucht Jobs zu haben, die es erlauben viel und auch kurzfristig zu reisen. Das ist nicht immer einfach, aber für mich kommt die Band als erstes.“
    Er arbeitet nebenbei als Gitarren-Lehrer.

    Behind the scenes: So arbeitet die Redaktion der Festival Today im Container. Die Zeitung gibt es zum Download auf shz.de/wacken

    Erster Besuch auf den Pressetoiletten. Fazit: Für ein Festival sehr sauber. Doch die männlichen und weiblichen Piktogramme gelten auf Wacken nicht. „Es ist egal wo ihr reingeht“, sagt der Klomann. Na dann, versuche ich nächstes Mal das Pissoir😁🤘🏻
    Okay, während die Kolleginnen fleißig sind, machen mir technische Probleme zu schaffen. Weder Fotos noch Videos können von mir gepostet werden. Als Online-Redakteurin ist das natürlich der Super-Gau, doch als erfahrene Wacken-Camperin weiß ich natürlich zu improvisieren. Mit ein bisschen Spucke geht eben alles. 
     
    Solange die Software bei mir rumspinnt (😵) , gibt es deswegen von mir Emoji-Nachrichten. 😎
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform