USA-Präsidentschaftswahlen 2016

USA-Präsidentschaftswahlen 2016

    Im republikanischen Wahlrennen fliegen die Fetzen zwischen Donald Trump und Marco Rubio immer stärker. Trump nannte den Senator aus Florida bei einem Wahlkampfauftritt in Arkansas ein «leichtgewichtiges kleines Nichts» einen Fiesling und einen Lügner, der noch schlimmer sei als der texanische Senator Ted Cruz. Rubio seinerseits warnte mit Blick auf Trump davor, die konservative Bewegung einem «Schwindler» zum Opfer fallen zu lassen. 

    Bereits bei der letzten TV-Debatte hatten sich Rubio und Trump den bisher heftigsten Schlagabtausch geliefert. Seitdem steigern sie ihre Attacken immer weiter. So spottete Rubio, dass sich Trump während einer Pause in einem mannshohen Spiegel betrachtet habe - vielleicht um sicherzugehen, dass er sich «nicht die Hosen nass gemacht» habe. Trump sprach wiederholt vom «kleinen Rubio», dessen Sprachorgan mit einem Tempo von einer Meile in der Minute arbeite. Und: «Er hat die größten Ohren, die ich jemals gesehen habe.»

    US-Medienberichten zufolge haben bei der Demokraten-Vorwahl in in South Carolina mehr Afroamerikaner abgestimmt als vor acht Jahren. Wie der Sender CNN berichtet, sollen diesmal rund 60 Prozent der Wähler Schwarze gewesen seien - 2008 waren es 55 Prozent.

    Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa 
    Hillary Clinton gewinnt laut der Fernsehsender CNN und MSNBC die Vorwahl der Demokraten in South Carolina. Es ist nach Iowa und Nevada der dritte Vorwahlsieg der Ex-First Lady, während ihr Konkurrent Bernie Sanders bisher nur in New Hampshire triumphieren konnte. Die ehemalige Außenministerin zieht damit gestärkt in den «Super Tuesday».

    Clinton-Anhänger haben Grund zur Freude. Foto: Richard Ellis, epa/dpa

    Hillary Clinton gewinnt vor allem die Stimmen der afroamerikanischen Bevölkerung des Bundesstaates South Carolina:

    Es war die erwartete deutliche Niederlage für Bernie Sanders in South Carolina. Wie US-Medien berichten, soll der Senator von Vermont bereits vor Veröffentlichung der ersten Ergebnisse Clinton am Telefon zum Sieg gratuliert haben.

    Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa/Archiv 
    Lässt sich feiern: Hillary Clinton bei ihrem Auftritt in Columbia, der Hauptstadt des US-Bundesstaates South Carolina. «Wir werden die Politik von Obama fortsetzen», sagt sie in ihrer Siegesrede. Den Anhängern gefällt es. In South Carolina gibt es unter den Demokraten viele Fans des amtierenden US-Präsidenten. 

    Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa 
    Hillary Clinton gibt sich siegessicher: «Wenn wir zusammenstehen, ist keine Barriere zu groß, um durchbrochen zu werden.» Der Sieg in South Carolina soll sich ausweiten: «Und jetzt machen wir es landesweit».


    Fällt bei den Demokraten bereits am «Super Tuesday» eine Vorentscheidung? South Carolina könnte zum Vorbild für eine Reihe anderer Bundesstaaten werden - nach ersten Analysen erhielt Clinton nahezu 100 Prozent der Stimmen aller älteren schwarzen Wähler. Am kommenden Dienstag wird in elf US-Staaten und auf Amerikanisch-Samoa gewählt. Darunter viele Südstaaten, mit einer großen afroamerikanische Wählerschaft.

    von hillaryclinton via Instagram
    Die Stimmen sind komplett ausgezählt - das offizielle Ergebnis aus South Carolina: Hillary Clinton fährt einen Kantersieg ein. Sie holt sich knapp 74 Prozent der Stimmen. Bernie Sanders kommt nur auf 26 Prozent. Bei den Demokraten ergibt sich nun folgender Zwischenstand bei den Delegierten: Clinton führt mit 106 Delegierten vor Sanders (66). Bei den Demokraten muss der Sieger mindestens 2383 Delegierte auf sich vereinen. Bei den Republikanern führt Donald Trump mit 81 Delegierten, dahinter folgen Ted Cruz (17), Marco Rubio (17) und John Kasich (6). Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern insgesamt 1237 Delegierte.

    «Big win» in South Carolina: Hillary Clinton. Foto: Richard Ellis, epa/dpa

    Donald Trump hat Probleme mit dem Ku-Klux-Klan. Er hatte in den vergangenen Tagen Unterstützung des bekannten Klan-Unterstützers David Duke bekommen. Nachdem Trump zunächst jede Verbindung zu Duke zurückgewiesen hatte, äußerte er sich in einem Interview des Senders CNN zurückhaltender und distanzierte sich von dem Rassisten nicht mehr klar. «Ich weiß gar nichts über Duke, okay?», sagte er lediglich.

    Trumps Widersacher nutzten sofort die Situation für sich. «Wir können doch nicht eine Partei sein, die jemanden nominiert, der sich weigert, weiße Rassisten und den Ku-Klux-Klan zu verurteilen», sagte Marco Rubio, der derzeit außer Trump die größten Hoffnungen auf eine Kandidatur hegt. «Sagt mir bitte nicht, er weiß nicht, wer der Ku-Klux-Klan ist.»

    Die «Washington Post» berichtet, dass bereits Trumps Vater Fred  im Jahr 1927 für kurze Zeit von der Polizei festgenommen worden war, offensichtlich als Sympathisant von Demonstranten des Ku-Klux-Klans. Donald Trump hatte das Ereignis bereits in der Vergangenheit dementiert. «Dies hat nie stattgefunden», wurde er zitiert.

    Mitglieder der «Knights of the Southern Cross of the Ku Klux Klan» nehmen mit Mitgliedern anderer Klan-Orden an einer Zeremonie teil. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv
    Showdown am «Super Tuesday»: Mit ersten Ergebnissen ist nach deutscher Zeit ab etwa 01.00 Uhr morgen früh auf Grundlage von Nachwahlbefragungen zu rechnen. Bei den Republikanern liegt Donald Trump nach Umfragen in fast allen Staaten vorn. Er konnte seinen Vorsprung in beinahe allen Wählerguppen sogar noch ausbauen, wie die jüngste Erhebung von CNN zeigt. Ted Cruz führt in seinem Heimatstadt Texas. Marco Rubio, mittlerweile zum Kompromisskandidaten der republikanischen Parteispitze erkoren, hofft auf achtbare Ergebnisse. 

    Bei den Demokraten führt Hillary Clinton in den meisten der elf klar vor ihrem Kontrahenten Bernie Sanders. Der 74 Jahre alte Senator dürfte seinen Heimatstaat Vermont mit deutlichem Vorsprung gewinnen, daneben werden ihm auch Chancen in Oklahoma, Minnesota und Massachusetts eingeräumt. Letzte Umfragen zeigen aber, dass es eng für Sanders werden könnte. Er müsste mindestens fünf Staaten für sich entscheiden, wollte er weiter Aussichten auf die Nominierung haben.

    Zeigt sich siegessicher: Donald Trump. Foto:  Gary Coronado, epa/dpa
    Donald Trump ist eben kein wunderlicher Seiteneinsteiger, sondern das Ergebnis einer Politikverachtung, die von den Republikanern seit 30 Jahren befeuert wird. Nun blicken die amerikanischen Konservativen auf ein Monster, das sie selbst geschaffen haben.

    David Brooks, Kolumnist bei der renommierten US-Tageszeitung «New York Times».
    Blick in die internationalen Zeitungen - zum «Super Tuesday» schreibt die liberale lettische Tageszeitung «Diena»

    Der Augenblick der Wahrheit: So könnte die Abstimmung über die Kandidaten der Demokratischen und der Republikanischen Partei genannt werden. Sie gieren danach, für die Präsidentenwahl nominiert zu werden. Im demokratischen Lager hat Clinton die Chance, ihren Favoritenstatus zu stärken. Doch ihr einziger Konkurrent Sanders will verhindern, dass die ehemalige Außenministerin einen unerreichbaren Vorsprung bekommt. Die Hauptfrage beim Kampf um die Nominierung der Republikaner ist, ob es den anderen vier Kandidaten gelingt, einen Erfolg von Trump auszubremsen.
    Trump vs. «Forbes»: Wie reich ist «The Donald» wirklich? Seit über drei Jahrzehnten liegt Donald Trump mit «Forbes» im Clinch um die Höhe seines Vermögens. Bei der diesjährigen Milliardärs-Liste des Magazins liegt ein besonderer Fokus auf Trumps Reichtum.


    von dpa ∙ live Desk
    «Super Tuesday» auch in Deutschland: Soldaten der US-Armee und deren Familienangehörige geben in der Oberpfalz ihre Stimmen ab. Insgesamt gebe es etwa 25.000 Wahlberechtigte, zitiert der Bayerische Rundfunk den Sprecher der US-Armee in Grafenwöhr, Franz Zeilmann. 


    Auf seinem offiziellen Instagram-Account nutzt Donald Trump eines der bekanntesten Zitate des indischen Widerstandskämpfers  Mahatma Gandhi. «Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.» Gandhis gewaltloses Eintreten gegen Diskriminierung machte ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Was würde Ghandi wohl heute sagen, dass er vom Rechtspopulisten Trump zitiert wird?
     
    von realdonaldtrump via Instagram
    von Live · Desk bearbeitet von Christina Bicking, dpa 3/1/2016 11:40:46 AM
    Auftakt zum «Super Tuesday»: Im Bundesstaat Vermont haben die Wahllokale ihre Pforten geöffnet. In dem kleinen Staat im Nordosten konnten bereits um 11.00 Uhr MEZ die ersten Wähler ihre Stimmen abgeben. Vor allem der Demokrat Bernie Sanders rechnet sich hier große Chancen aus. Der 74 Jahre alte Senator dürfte seinen Heimatstaat mit deutlichem Vorsprung gewinnen.

    Bernie Sanders mit seinen Anhängern in Massachusetts. Foto:  CJ Gunther, epa/dpa
    Auch in den Bundesstaaten Virgina, Georgia und Alabama sowie Massachusetts kann das Wahlvolk seine Stimmen abgeben. Als nächstes öffnen die Wahllokale in Oklahoma, Texas, Tennessee, Arkansas. In Alaska, Minnesota und Colorado öffnen die Wahllokale erst ab 1.00 Uhr MEZ.

    Foto: Bob Pearson, epa/dpa/Archiv  
    Bernie Sanders und seine Frau Jane haben bereits ihre Stimmen in Burlington abgegeben. Ein Sieg in seinem kleinen Heimatstaat Vermont wird ihm kaum zu nehmen sein. Daneben werden ihm auch Chancen in Oklahoma, Minnesota und Massachusetts eingeräumt. Der 74-Jährige war nach seiner Stimmabgabe zu Scherzen aufgelegt: «In Vermont habe ich schon mal eine Stimme sicher und vielleicht noch eine», zitieren ihn US-Medien.

    Foto: Herb Swanson, epa/dpa 

    Auch er hat seine Stimme abgegeben: Der Republikaner Ted CruzDer erzkonservative Senator geht als Spitzenreiter ins Rennen in seinem Heimatstaat Texas.


    Auf diese Staaten werden die Republikaner am «Super Tuesday» besonders achten: 

    ▪︎ TEXAS Eine Niederlage in diesem Bundesstaat (hier werden 155 Delegierte vergeben) könnte fatale Wirkung auf Ted Cruz haben. Umfragen sehen ihn zwar vorne, doch Marco Rubio und Donald Trump sind ihm dicht auf den Versen. Vor allem Trump kann auf eine große Zahl von Delegierten hoffen.

    ▪︎ GEORGIA Der Südstaat vergibt die zweitgrößte Delegiertenzahl - 76.  Cruz hofft auf die bibeltreuen Evangelikalen. Aber seine religiös-konservative Botschaft ist vom Populismus Trumps übertönt worden. Umfragen sehen den Immobilienmogul deutlich vorn.

    ▪︎ VIRGINIA Hier stehen sich zwei unterschiedliche Wählergruppen gegenüber: Anhänger des Establishment in den Vororten Washingtons mit einem Faible für Marco Rubio und die stark konservative Landbevölkerung, die zu Trump tendiert, Meinungsforschern zufolge leicht vorn liegt.

    ▪︎ OKLAHOMA Dreikampf zwischen Trump, Rubio und Cruz bis zum Ende. Die Umfragen haben bisher noch keinen klaren Favoriten ausgemacht. In diesem Bundesstaat werden 43 Delegierte vergeben.

    ▪︎ MINNESOTA Die Hoffnung Rubios. Im moderaten und weniger religiöseren Norden rechnet sich der Senator aus Florida gute Chancen aus. Meinungsforscher trauen ihm das zu. Die republikanischen Bewerber kämpfen hier um 38 Delegierte.
    So viel Zeit muss sein: Hillary Clinton posiert in Virgina mit einer Anhängerin für einen Selfie. Kann sie am «Super Tuesday» uneinholbar davonzuziehen? Die ehemalige First Lady hat in den meisten der elf  wählenden Staaten weitaus bessere Aussichten als ihr Kontrahent Bernie Sanders.

    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
    Wer wird derzeit häufiger in den USA gegooglet? Geht es nach den Google Trends, so liegt Bernie Sanders klar vor Hillary Clinton.
    Donald Trump ist bei den Republikanern der Suchbegriff bei Google schlechthin:


    Er hat die Innenbahn auf dem Weg zur Nominierung.

    Josh Earnest, Sprecher 
    des Weißen Hauses, zu den bisherigen Erfolgen von Donald Trump.
    Die Parteiführung der Republikaner zeigt sich über den rasanten Aufstieg des populistischen Donald Trump besorgt. Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, kritisiert, dass sich Trump kürzlich nicht klar von einem prominenten Ku-Klux-Klan-Unterstützer distanziert habe. «Wenn jemand der Spitzenkandidat der Republikanischen Partei werden will, dann kann es keine Ausflüchte und Spiele geben. Er muss jede Gruppe oder Person zurückweisen, die auf Bigotterie aufbaut», erklärt Ryan. Der republikanische Senator Ben Sasse aus Nebraska warnt, er werde aus der Partei austreten, sollte Trump Spitzenkandidat werden.

    Paul Ryan, republikanischer Sprecher im Repräsentantenhaus. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv

    Der Wahlkampf der Präsidentschaftsbewerber läuft auch am «Super Tuesday» auf Hochtouren - vor allem in den sozialen Medien. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders bei Twitter: «Wir müssen zusammenhalten.»

    Quelle: Twitter @BernieSanders
    von dpa ∙ live Desk
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich während seiner Washington-Reise zur US-Wahl geäußert und dabei mehr direkt als indirekt seine Haltung zu Donald Trump deutlich gemacht. So warnt der Minister in einer Rede an der George Washington University davor, zur Abwehr von Flüchtlingen eine Mauer zu errichten, genau dies plant der Republikaner Trump an der Grenze zu Mexiko. «Wenn Sie mich fragen, dann ist das Bauen von Mauern eine sehr schlechte Idee - ganz gleich, wer dafür bezahlt», sagt Steinmeier. 

    Foto: Kay Nietfeld, dpa 
    Ein Unterstützer Hillary Clintons macht deutlich, mit wem er Donald Trump ideologisch gleichsetzt: Veröffentlicht hat das Bild der «New York Times»-Fotograf Stephen Crowley, der die Szene in Texas eingefangen hat. Trump war zuletzt auch innerparteilich in die Kritik geraten, weil er sich nicht deutlich genug von einem prominenten Ku-Klux-Klan-Unterstützer distanziert hatte. Zudem hatte er sich rassistisch gegenüber Einwanderern geäußert.  


    Bei einer Kundgebung Donald Trumps in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky ist es zu Protesten gekommen. Beteiligt waren laut Medienberichten verschiedene Gruppen, die sowohl vor als auch im Kentucky International Convention Center demonstrierten. 


    Nicht überall scheint die Abstimmung problemlos zu verlaufen. So berichtet eine Reporterin des Senders ABC von Problemen mit den Wahlautomaten, was offenbar in mindestens einem Wahlbüro in Virginia zu langen Wartezeiten führte.


    In der Wählerschaft der konservativen US-Republikaner regiert die Unzufriedenheit mit dem Status quo. Das ergibt eine Wählerbefragung des Senders CNN während des «Super Tuesday» im wichtigen Bundesstaat Texas. Dabei sagt die Hälfte der Wähler, sie sei «ärgerlich» auf Politiker. Ein weiteres Drittel zeigt sich zumindest «unzufrieden». Ähnliche Daten gab es aus anderen Staaten. Diese große Abkehr vom politischen Establishment könnte auf ein gutes Ergebnis von Kandidaten wie Donald Trump oder Ted Cruz hindeuten. 
    Mitten im US-Vorwahlkampf gerät Bewerber Donald Trump wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten an seiner früheren Universität rechtlich weiter unter Druck. Seine von 2005 bis 2011 betriebene Trump University soll mehr als 5000 Studenten um insgesamt mehr als 40 Millionen Dollar (36,8 Mio Euro) betrogen haben. Ein Berufungsgericht in New York wies ein Gesuch von Trumps Anwälten ab, eine entsprechende Klage fallenzulassen. Sie hatten vergeblich argumentiert, dass die Klagefrist abgelaufen sei. 

    Die Universität sei «durchgehend betrügerisch, illegal und täuschend» vorgegangen, teilte New Yorks Staatsanwalt Eric Schneiderman 2013 bei Einreichung der Klage mit. «Herr Trump nutzte seine Berühmtheit und überzeugte Menschen mit falschen Versprechen persönlich in Werbespots, Zehntausende Dollar auszugeben für Unterricht, den sie sich nicht leisten konnten und den sie nie bekamen.» Schneiderman sprach nach der Entscheidung vom Dienstag von einem klaren Erfolg und kündigte an, den Betrug des «gefälschten Profit-College» aufzudecken. Er strebt an, Trump per Gerichtsbeschluss zur Rückerstattung der mehr als 40 Millionen Dollar zu zwingen.

     Foto: Richard Ellis, epa/dpa/Archiv
    Die ersten Wahllokale schließen in wenigen Minuten. 
    Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton ist mit Siegen über ihren parteiinternen Kontrahenten Bernie Sanders in den Bundesstaaten Georgia und Virgina in den «Super Tuesday« der US-Vorwahlen gestartet. Sanders gewinnt demnach in seinem Heimatstaat Vermont. Das ergeben Projektionen auf der Grundlage von Wählerbefragungen der Sender CNN und NBC. 



    Es ist wunderbar, nach Hause zu kommen.

    Bernie Sanders in Vermont vor Anhängern. Der Sieg in Vermont bedeute ihm sehr viel, weil ihn die Menschen dort gut kennten. 
    In einem flammenden Appell macht sich Bernie Sanders für eine gerechtere Verteilung von Einkommen stark. «Wir werden eine Volkswirtschaft kreieren, die für alle von uns funktioniert, nicht nur für die da oben», sagt er vor einer jubelnden Menge in Vermont. Sanders will auch das Justizsystem reformieren und den Zugang zu Universitäten erleichtern. «Bei dieser Kampagne geht es nicht nur darum, einen neuen Präsidenten zu wählen. Es geht um eine politische Revolution», rief er seinen Anhängern zu. Millionen von Menschen, die sich frustriert von der Politik abgewendet hätten, sollten wieder in den politischen Prozess zurückgeholt werden.

     Foto: CJ Gunther, epa/dpa
    Der US-Sender CNN hat den seit Wochen immer vehementer ausgetragenen Streit zwischen den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern Donald Trump und Marco Rubio zu einem unterhaltsamen Clip in Form eines «Rap Battle» - also eines Wortgefechts - zusammengeschnitten.

    Bei den Republikanern gehen CNN und «New York Times» von einem engen Rennen zwischen Donald Trump und Marco Rubio in Virginia aus. Rubio hat bislang noch keine Vorwahl gewonnen. Der 44 Jahre alte Senator von Florida wird von manchen als Kompromisskandidat gegen Trump angesehen. In Virginia geht es bei den Konservativen um 49 Delegierte. 
    Hillary Clinton macht offenbar weiteren Boden vor Bernie Sanders gut. Laut US-Medien gewinnt die Demokratin auch die Bundesstaaten Alabama und Tennessee.


    Auch Donald Trump kann sich offenbar weiter von seinen innerparteilichen Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz absetzen: 

    Im Bundesstaat Oklahoma war das Rennen noch offen. Nach ersten Angaben mehrerer US-Sender liegt  dort Ted Cruz vorne, der Senator aus Texas.
    Bei den Demokraten zeichnet sich in den Staaten Oklahama und Massachusetts ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hillary Clinton und ihrem Mitbewerber Bernie Sanders ab. In beiden Staaten hat der 74 Jahre alte Sanders laut Wählerbefragungen des Senders CNN einen hauchdünnen Vorsprung. 
    Hillary Clinton hat nach Angaben der Demokratischen Partei im US-Außengebiet Samoa die Vorwahl gewonnen. Insgesamt geht es dort aber nur um zehn Delegierte der Demokraten.
    Hillary Clinton hat im südwestlichen US-Bundesstaat Arkansas am «Super Tuesday» bei den Demokraten ihren fünften Sieg geholt. Das geht aus Prognosen der US-Fernsehsender CNN, MSNC und ABC hervor. Zuvor hatte sie bereits Virginia, Georgia, Tennessee und Alabama für sich entschieden.

    Nimmt bei einem Kaffee-Break die ersten Glückwünsche ihrer Anhänger entgegen: Hillary Clinton
    von hillaryclinton via Instagram

Gesponsert von Platform for Live Reporting, Events, and Social Engagement