USA-Präsidentschaftswahlen 2016

USA-Präsidentschaftswahlen 2016

    Eine neu ins Leben gerufene Kampagne «Stop Hate – Dump Trump» (Stoppt den Hass – lasst Trump fallen) soll den republikanischen Kandidaten Donald Trump als US-Präsident verhindern. Untersützt wird die Initiative von prominenten Schauspielern,  Schriftstellern und Intellektuellen. «Wir denken, dass Trump eine grosse Bedrohung ist für Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Gleichheit und das Wohl unseres Landes und all seiner Bewohner», heißt es in einer Erklärung.

    Auch Mitglied der Kampagne «Stop Hate - Dump Trump»: Hollywoodstar Jane Fonda. Foto: Peter Foley, epa/dpa/Archiv
    Michael Bloomberg plant offenbar, als unabhängiger Kandidat im Wahlkampf mitzumischen.

    Michael Bloomberg plant offenbar, als unabhängiger Kandidat im Wahlkampf mitzumischen.

    Michael Bloomberg, Milliardär und früherer New Yorker Bürgermeister, ärgere sich über die Dominanz von Donald Trump im republikanischen Feld und sei besorgt über Stolpereien der Kandidatin Hillary Clinton und den Aufstieg ihres Gegenbewerbers Bernie Sanders auf der demokratischen Seite, schrieb die «New York Times». In Gesprächen mit Freunden habe Bloomberg angedeutet, dass er bereit sei, mindestens eine Milliarde Dollar aus seinem eigenen Vermögen für den Wahlkampf aufzuwenden. 

    Bisher hat es noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft. 
    Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv 
    Michael Bloomberg, Milliardär und früherer New Yorker Bürgermeister, ärgere sich über die Dominanz von Donald Trump im republikanischen Feld und sei besorgt über Stolpereien der Kandidatin Hillary Clinton und den Aufstieg ihres Gegenbewerbers Bernie Sanders auf der demokratischen Seite, schrieb die «New York Times». In Gesprächen mit Freunden habe Bloomberg angedeutet, dass er bereit sei, mindestens eine Milliarde Dollar aus seinem eigenen Vermögen für den Wahlkampf aufzuwenden. 

    Bisher hat es noch nie ein unabhängiger Bewerber ins Weiße Haus geschafft. 
    Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv 
    Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.

    Donald Trump in Iowa zu seiner andauernden Spitzenreiter-Position im republikanischen Feld.

    Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.

    Donald Trump in Iowa zu seiner andauernden Spitzenreiter-Position im republikanischen Feld.

    Aus der Rubrik «Hätten Sie es gewusst?»Der älteste Präsident, der bisher gewählt wurde, war Ronald Reagan. Der vierzigste Präsident trat mit 69 Jahren das Amt an.

    West-Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Richard von Weizsäcker (l.), Ex-US-Präsident Ronald Reagan (m.) und Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt am Check Point Charlie in Berlin im Juni 1982. Foto: Dieter Hespe B., epa/dpa/Archiv
    Aus der Rubrik «Hätten Sie es gewusst?»Der älteste Präsident, der bisher gewählt wurde, war Ronald Reagan. Der vierzigste Präsident trat mit 69 Jahren das Amt an.

    West-Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Richard von Weizsäcker (l.), Ex-US-Präsident Ronald Reagan (m.) und Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt am Check Point Charlie in Berlin im Juni 1982. Foto: Dieter Hespe B., epa/dpa/Archiv
    Bald ist Auftakt zum größten Politikschauspiel der Welt. Im amerikanischen Wahlkampf startet am 1. Februar, mit Iowa der lange und komplizierte Prozess der Vorwahlen. Am 8. Februar folgt New Hampshire. Und am 20. Februar wählen die Republikaner in South Carolina

    Blick in die internationalen Blätter: Die liberale Zeitung «Hospodarske noviny» aus Tschechien ist enttäuscht über das Bewerberfeld:

    Das republikanische Feld wird von einem rüpelhaften Milliardär angeführt, der sich selbst vergöttert, eine unnatürlich wirkendene Frisur trägt, und dessen Programm aus populistischem Pop besteht, ergänzt um das eine oder andere nationalistische Bonmot. Auf der anderen Seite steht die Allegorie der Unausweichlichkeit oder eine Dame mit einem ähnlich dicken Haarschopf. Ihre Botschaft heißt: Jetzt bin ich an der Reihe. Man möchte den Amerikanern wünschen, dass sie an den Wahlurnen um tiefere Reformgedanken streiten könnten, zum Beispiel was das Tragen von Waffen angeht.

    Bald ist Auftakt zum größten Politikschauspiel der Welt. Im amerikanischen Wahlkampf startet am 1. Februar, mit Iowa der lange und komplizierte Prozess der Vorwahlen. Am 8. Februar folgt New Hampshire. Und am 20. Februar wählen die Republikaner in South Carolina

    Blick in die internationalen Blätter: Die liberale Zeitung «Hospodarske noviny» aus Tschechien ist enttäuscht über das Bewerberfeld:

    Das republikanische Feld wird von einem rüpelhaften Milliardär angeführt, der sich selbst vergöttert, eine unnatürlich wirkendene Frisur trägt, und dessen Programm aus populistischem Pop besteht, ergänzt um das eine oder andere nationalistische Bonmot. Auf der anderen Seite steht die Allegorie der Unausweichlichkeit oder eine Dame mit einem ähnlich dicken Haarschopf. Ihre Botschaft heißt: Jetzt bin ich an der Reihe. Man möchte den Amerikanern wünschen, dass sie an den Wahlurnen um tiefere Reformgedanken streiten könnten, zum Beispiel was das Tragen von Waffen angeht.

    Lob in höchsten Tönen von US-Präsident Barack Obama für die demokratischen Bewerber. «Sie ist eine gute, intelligente, zähe Person, der dieses Land sehr am Herzen liegt», so Obama in einem Interview des Nachrichtenportals «Politico» über Hillary ClintonSie stehe schon sehr lange im Licht der Öffentlichkeit, meint Obama. «Und in einer Kultur, in der das Neue immer besser ist, und in der die Leute immer auf die hellen, glänzenden Dinge schauen, ist das für sie ein Nachteil.» Auch für Bernie Sanders findet der US-Präsident anerkennende Worte: «Bernie ist mit der Tugend gesegnet, dass er genau das sagt, was er denkt. Große Authentizität. Große Leidenschaft. Und er ist furchtlos.»

    Umfragen sagen derzeit bei den Demokraten ein enges Rennen zwischen der Ex-Außenministerin und Sanders, dem Senator aus dem Bundesstaat Vermont, voraus. Der dritte Bewerber, Martin O'Malley, gilt als chancenlos. Bislang hatte Obama sich mit Äußerungen über die Bewerber in seiner Partei zurückgehalten. Auch diesmal vermied er es, einem der drei seine direkte Unterstützung auszusprechen.

    Lob für Clinton und Sanders: US-Präsident Barack Obama. Foto: Jeff Kowalsky, epa/dpa/Archiv
    Lob in höchsten Tönen von US-Präsident Barack Obama für die demokratischen Bewerber. «Sie ist eine gute, intelligente, zähe Person, der dieses Land sehr am Herzen liegt», so Obama in einem Interview des Nachrichtenportals «Politico» über Hillary ClintonSie stehe schon sehr lange im Licht der Öffentlichkeit, meint Obama. «Und in einer Kultur, in der das Neue immer besser ist, und in der die Leute immer auf die hellen, glänzenden Dinge schauen, ist das für sie ein Nachteil.» Auch für Bernie Sanders findet der US-Präsident anerkennende Worte: «Bernie ist mit der Tugend gesegnet, dass er genau das sagt, was er denkt. Große Authentizität. Große Leidenschaft. Und er ist furchtlos.»

    Umfragen sagen derzeit bei den Demokraten ein enges Rennen zwischen der Ex-Außenministerin und Sanders, dem Senator aus dem Bundesstaat Vermont, voraus. Der dritte Bewerber, Martin O'Malley, gilt als chancenlos. Bislang hatte Obama sich mit Äußerungen über die Bewerber in seiner Partei zurückgehalten. Auch diesmal vermied er es, einem der drei seine direkte Unterstützung auszusprechen.

    Lob für Clinton und Sanders: US-Präsident Barack Obama. Foto: Jeff Kowalsky, epa/dpa/Archiv
    Dieser US-Wahlkampf ist schon jetzt so reich an bizarren oder mindestens unklugen Sprüchen wie kaum einer zuvor. Ein Überblick über schlagzeilenträchtige Zitate. (Klicken Sie rechts oben auf das Symbol «Pfeil nach unten» für eine größere Ansicht).  


    Dieser US-Wahlkampf ist schon jetzt so reich an bizarren oder mindestens unklugen Sprüchen wie kaum einer zuvor. Ein Überblick über schlagzeilenträchtige Zitate. (Klicken Sie rechts oben auf das Symbol «Pfeil nach unten» für eine größere Ansicht).  


    Die letzte TV-Debatte der Republikaner am Donnerstag, 28. Januar, vor dem wichtigen Start der US-Vorwahlen in Iowa findet ohne Donald Trump statt. Sein Management bestätigt, diese Entscheidung sei definitiv. Grund ist ein Streit mit dem Sender Fox News, dem Gastgeber der Veranstaltung. Trumps Mannschaft teilt mit, man plane stattdessen nun eine Konkurrenzveranstaltung in Iowa zugunsten verwundeter Soldaten. Eine Reaktion von Fox gab es zunächst nicht. Trump war im Wahlkampf in einer frühen TV-Debatte mit Megyn Kelly aneinandergeraten, einer Fox-Starmoderatorin. Sie wird eine der Moderatorinnen der nächsten Debatte sein. Der konservative Sender hatte sich verwundert gezeigt, dass Trump sich anhaltend über Kelly beschwere: Trump habe womöglich Angst vor Kelly, jedenfalls könne er sich die Journalisten nicht aussuchen, denen er begegne.

    Er will nicht mit ihr: Donald Trump und Megyn Kelly. Fotos: Tannen Maury/Justin Lane, epa/dpa/Archiv
    Die letzte TV-Debatte der Republikaner am Donnerstag, 28. Januar, vor dem wichtigen Start der US-Vorwahlen in Iowa findet ohne Donald Trump statt. Sein Management bestätigt, diese Entscheidung sei definitiv. Grund ist ein Streit mit dem Sender Fox News, dem Gastgeber der Veranstaltung. Trumps Mannschaft teilt mit, man plane stattdessen nun eine Konkurrenzveranstaltung in Iowa zugunsten verwundeter Soldaten. Eine Reaktion von Fox gab es zunächst nicht. Trump war im Wahlkampf in einer frühen TV-Debatte mit Megyn Kelly aneinandergeraten, einer Fox-Starmoderatorin. Sie wird eine der Moderatorinnen der nächsten Debatte sein. Der konservative Sender hatte sich verwundert gezeigt, dass Trump sich anhaltend über Kelly beschwere: Trump habe womöglich Angst vor Kelly, jedenfalls könne er sich die Journalisten nicht aussuchen, denen er begegne.

    Er will nicht mit ihr: Donald Trump und Megyn Kelly. Fotos: Tannen Maury/Justin Lane, epa/dpa/Archiv
    Nach der Absage von Donald Trump an der letzten TV-Debatte vor der ersten Vorwahl teilzunehmen, fordert Ted Cruz seinen Kontrahenten zu einem direkten Duell auf. Ob Trump zusagt, ist noch offen.  


    Nach der Absage von Donald Trump an der letzten TV-Debatte vor der ersten Vorwahl teilzunehmen, fordert Ted Cruz seinen Kontrahenten zu einem direkten Duell auf. Ob Trump zusagt, ist noch offen.  


    Der Fahrplan und die Termine zur US-Wahl auf einen Blick: 

    Grafik: Frank Bökelmann

    Der Fahrplan und die Termine zur US-Wahl auf einen Blick: 

    Grafik: Frank Bökelmann

    Das Wahlsystem in Iowa ist höchst kompliziert. Gewählt wird bei einem sogenannten «Caucus» an 1700 verschiedenen Stellen.  Den «Caucus» als Instrument für die Bestimmung von Parteikandidaten gibt es in den USA seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um kleine Parteiversammlungen. Sie finden in Versammlungshallen, Feuerwehrhäusern oder - in besonders ländlichen Gegenden - durchaus auch in der Küche eines Bauernhofes statt. Am Ende der Versammlung müssen die Teilnehmer darüber abstimmen, welchen Bewerber sie für am überzeugendsten halten. Die Ergebnisse werden gesammelt und später auf Parteitagen unterschiedlicher Ebenen diskutiert und in der Regel bestätigt. 

    Das Verfahren ist aufwendig und durch seinen sublokalen Charakter für Meinungsforscher schwer vorhersagbar. Es wird in unterschiedlichen Spielarten in ungefähr einem Viertel der 50 US-Bundesstaaten und in einigen Überseegebieten angewendet. In den meisten Staaten stimmen die Parteimitglieder und Sympathisanten dagegen per landesweiter Vorwahl (Primary) ab.

    Macht sie bei den Demokraten das Rennen in Iowa? Hillary Clindton auf einer Wahlkampfveranstaltung Marshalltown. Foto: Larry W. Smith, epa/dpa
    Das Wahlsystem in Iowa ist höchst kompliziert. Gewählt wird bei einem sogenannten «Caucus» an 1700 verschiedenen Stellen.  Den «Caucus» als Instrument für die Bestimmung von Parteikandidaten gibt es in den USA seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um kleine Parteiversammlungen. Sie finden in Versammlungshallen, Feuerwehrhäusern oder - in besonders ländlichen Gegenden - durchaus auch in der Küche eines Bauernhofes statt. Am Ende der Versammlung müssen die Teilnehmer darüber abstimmen, welchen Bewerber sie für am überzeugendsten halten. Die Ergebnisse werden gesammelt und später auf Parteitagen unterschiedlicher Ebenen diskutiert und in der Regel bestätigt. 

    Das Verfahren ist aufwendig und durch seinen sublokalen Charakter für Meinungsforscher schwer vorhersagbar. Es wird in unterschiedlichen Spielarten in ungefähr einem Viertel der 50 US-Bundesstaaten und in einigen Überseegebieten angewendet. In den meisten Staaten stimmen die Parteimitglieder und Sympathisanten dagegen per landesweiter Vorwahl (Primary) ab.

    Macht sie bei den Demokraten das Rennen in Iowa? Hillary Clindton auf einer Wahlkampfveranstaltung Marshalltown. Foto: Larry W. Smith, epa/dpa
    US-Präsident Barack Obama hat Senator Bernie Sanders empfangen, einen seiner möglichen Nachfolger im Weißen Haus. Obama hatte vor wenigen Tagen ein Interview gegeben, das so gedeutet wurde, als würde er Sanders' Gegenkandidatin und Favoritin Hillary Clinton als Nachfolgerin favorisieren. Der 74-Jährige Senator aus dem Bundesstaat Vermont sagte nach dem Treffen im Oval Office, er sei sich sicher, dass Obama keinen der beiden demokratischen Präsidentschaftsbewerber favorisiere. Sanders lobte Obamas Politik, die die Vereinigten Staaten in den vergangenen sieben Jahren aus einer schweren Wirtschaftskrise geführt habe. 

    Bernie Sanders steht nach dem Treffen mit Barack Obama den Journalisten Rede und Antwort. Foto: Shawn Thew, epa/dpa
    US-Präsident Barack Obama hat Senator Bernie Sanders empfangen, einen seiner möglichen Nachfolger im Weißen Haus. Obama hatte vor wenigen Tagen ein Interview gegeben, das so gedeutet wurde, als würde er Sanders' Gegenkandidatin und Favoritin Hillary Clinton als Nachfolgerin favorisieren. Der 74-Jährige Senator aus dem Bundesstaat Vermont sagte nach dem Treffen im Oval Office, er sei sich sicher, dass Obama keinen der beiden demokratischen Präsidentschaftsbewerber favorisiere. Sanders lobte Obamas Politik, die die Vereinigten Staaten in den vergangenen sieben Jahren aus einer schweren Wirtschaftskrise geführt habe. 

    Bernie Sanders steht nach dem Treffen mit Barack Obama den Journalisten Rede und Antwort. Foto: Shawn Thew, epa/dpa
    Termine für die Wahlen der Präsidentschaftskandidaten von Republikanern und Demokraten in den US-Bundesstaaten auf einen Blick: 

    Grafik: A. Brühl 
    Termine für die Wahlen der Präsidentschaftskandidaten von Republikanern und Demokraten in den US-Bundesstaaten auf einen Blick: 

    Grafik: A. Brühl 
    Blick in die internationalen Zeitungen: Das Wiener Blatt «Der Standard» kommentiert den Wahlkampf des republikanischen US-Milliardärs Donald Trump:

    Trump macht Beleidigungen und Grenzüberschreitungen in der politischen Debatte salonfähig. Die Medien, für die fette Einschaltquoten abfallen, spielen das Spiel mit. Nicht zuletzt deshalb führt Trump derzeit sowohl die nationalen Umfragen unter den Republikanern als auch die in Iowa und New Hampshire an, wo im Februar die Vorwahlen beginnen. (...Noch im vergangenen Sommer wurde der polternde Außenseiter Trump belächelt, nun kommt niemand mehr an ihm vorbei.
    Blick in die internationalen Zeitungen: Das Wiener Blatt «Der Standard» kommentiert den Wahlkampf des republikanischen US-Milliardärs Donald Trump:

    Trump macht Beleidigungen und Grenzüberschreitungen in der politischen Debatte salonfähig. Die Medien, für die fette Einschaltquoten abfallen, spielen das Spiel mit. Nicht zuletzt deshalb führt Trump derzeit sowohl die nationalen Umfragen unter den Republikanern als auch die in Iowa und New Hampshire an, wo im Februar die Vorwahlen beginnen. (...Noch im vergangenen Sommer wurde der polternde Außenseiter Trump belächelt, nun kommt niemand mehr an ihm vorbei.
    Blick ins Archiv: Wissen Sie, welche zwei Präsidentschaftskandidaten die erste TV-Debatte bestritten? Es waren Richard Nixon und John F. Kennedy.

    Der damalige Vize-Präsident Richard Nixon (r., Republikaner) und Ex-Senator John F. Kennedy (l., Demokraten) nach ihrer Fernsehdebatte am 7. Oktober 1960 in Washington. Foto: UPI, dpa/Archiv
    Blick ins Archiv: Wissen Sie, welche zwei Präsidentschaftskandidaten die erste TV-Debatte bestritten? Es waren Richard Nixon und John F. Kennedy.

    Der damalige Vize-Präsident Richard Nixon (r., Republikaner) und Ex-Senator John F. Kennedy (l., Demokraten) nach ihrer Fernsehdebatte am 7. Oktober 1960 in Washington. Foto: UPI, dpa/Archiv
    Drei Vorwahlen liegen bei den Republikanern im Februar an, in Iowa, New Hamphshire und South Carolina und in allen drei Bundesstaaten liegt Donald Trump einer aktuellen Umfrage zufolge vorn. Die vom Meinungsforschungsinsitut Marist Institute (im Auftrag von NBC News und dem Wall Street Journal) durchgeführte Befragung sieht den Immobilienunternehmer nun auch in Iowa vor seinem Rivalen Ted Cruz. Vor einem Monat noch lag Cruz knapp vor Trump. In New Hampshire und South Carolina dominiert Trump ebenfalls.

    Die republikanischen Kandidaten für die kommende Wahl zum US-Präsidenten: Donald trump, Jeb Bush, Ted Cruz und Marco Rubio (v.l.n.r.) Foto: Mike Nelson, epa/dpa/Archiv

    Drei Vorwahlen liegen bei den Republikanern im Februar an, in Iowa, New Hamphshire und South Carolina und in allen drei Bundesstaaten liegt Donald Trump einer aktuellen Umfrage zufolge vorn. Die vom Meinungsforschungsinsitut Marist Institute (im Auftrag von NBC News und dem Wall Street Journal) durchgeführte Befragung sieht den Immobilienunternehmer nun auch in Iowa vor seinem Rivalen Ted Cruz. Vor einem Monat noch lag Cruz knapp vor Trump. In New Hampshire und South Carolina dominiert Trump ebenfalls.

    Die republikanischen Kandidaten für die kommende Wahl zum US-Präsidenten: Donald trump, Jeb Bush, Ted Cruz und Marco Rubio (v.l.n.r.) Foto: Mike Nelson, epa/dpa/Archiv

    Donald Trump hat seine Ankündigung wahr gemacht und ist der letzten TV-Debatte der Republikaner vor der ersten Vorwahl ferngeblieben. Stattdessen trat der Immobilienunternehmer zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in Des Moines (Iowa) auf, um Geld für Veteranen zu sammeln. Auf Twitter teilte er nach der Veranstaltung mit, er habe bei dieser Veranstaltung sechs Millionen Dollar eingesammelt.


    Bereits vor einigen Tagen hatte Trump angekündigt, dass er die Debatte im Fernsehen boykottieren werde. Hintergrund ist ein Streit des 69-Jährigen mit dem Sender Fox News, der das Treffen veranstaltet. Der Immobilienunternehmer war in einer frühen TV-Debatte mit der Moderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten. Wie der US-Sender mitteilt hat Trump Spenden in Höhe von fünf Millionen Dollar für eine Teilnahme an der Debatte gefordert. Das Geld sollte an Trumps Stiftungen gezahlt werden. Der Sender habe das Anliegen zurückgewiesen, weil Gegenleistungen für Fernsehauftritt nicht möglich seien, heißt es. Trump äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
    Donald Trump hat seine Ankündigung wahr gemacht und ist der letzten TV-Debatte der Republikaner vor der ersten Vorwahl ferngeblieben. Stattdessen trat der Immobilienunternehmer zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in Des Moines (Iowa) auf, um Geld für Veteranen zu sammeln. Auf Twitter teilte er nach der Veranstaltung mit, er habe bei dieser Veranstaltung sechs Millionen Dollar eingesammelt.


    Bereits vor einigen Tagen hatte Trump angekündigt, dass er die Debatte im Fernsehen boykottieren werde. Hintergrund ist ein Streit des 69-Jährigen mit dem Sender Fox News, der das Treffen veranstaltet. Der Immobilienunternehmer war in einer frühen TV-Debatte mit der Moderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten. Wie der US-Sender mitteilt hat Trump Spenden in Höhe von fünf Millionen Dollar für eine Teilnahme an der Debatte gefordert. Das Geld sollte an Trumps Stiftungen gezahlt werden. Der Sender habe das Anliegen zurückgewiesen, weil Gegenleistungen für Fernsehauftritt nicht möglich seien, heißt es. Trump äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
    Ich vermisse ihn irgendwie. Ich wünschte, er wäre hier. Er war wie ein Teddybär für mich.

    Jeb Bush, Ex-Gouverneur von Florida und einst Favorit im republikanischen Rennen, zum Fehlen von Donald Trump an der letzten TV-Debatte.

    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
    Ich vermisse ihn irgendwie. Ich wünschte, er wäre hier. Er war wie ein Teddybär für mich.

    Jeb Bush, Ex-Gouverneur von Florida und einst Favorit im republikanischen Rennen, zum Fehlen von Donald Trump an der letzten TV-Debatte.

    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio, Senator von Florida, wählte in der letzten TV-Debatte auffällig oft die Formulierung «Wenn ich Präsident bin» und macht vor allem mit einer Äußerung von sich reden: Wenn er Präsident ist, werden Terroristen wieder in das berüchtigte Gefangenenlager Guantánamo geschickt. Das will Präsident Barack Obama eigentlich noch in seinen verbliebenen Monaten im Amt schließen. Einen verbalen Seitenhieb auf den demokratischen Bewerber gab es auch: «Ich glaube, Bernie Sanders ist ein guter Präsidentschaftskandidat für Schweden».  Warum gerade für das skandinavische Land, verriet er nicht.


    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio, Senator von Florida, wählte in der letzten TV-Debatte auffällig oft die Formulierung «Wenn ich Präsident bin» und macht vor allem mit einer Äußerung von sich reden: Wenn er Präsident ist, werden Terroristen wieder in das berüchtigte Gefangenenlager Guantánamo geschickt. Das will Präsident Barack Obama eigentlich noch in seinen verbliebenen Monaten im Amt schließen. Einen verbalen Seitenhieb auf den demokratischen Bewerber gab es auch: «Ich glaube, Bernie Sanders ist ein guter Präsidentschaftskandidat für Schweden».  Warum gerade für das skandinavische Land, verriet er nicht.


    Was bleibt vom letzten gemeinsamen TV-Auftritt der republikanischen Bewerber vor der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa festzuhalten? Die dominierenden Themen waren wie auch bei früheren Debatten der Kampf gegen den Terrorismus und Außenpolitik. Jeb Bush macht keinen Fehler, glänzt aber auch nicht. John Kasich bietet sich als moderate Alternative an. Chris Christie, Gouverneur von New Jersey , attackiert Hillary Clinton, Bewerberin der Demokraten, für die Geschichte mit den Emails. Ben Carson, Neurochirurg und äußerst konservativ, ist zwar noch dabei, aber schon so weit im Abseits, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, bis er aufgibt. Rand Paul, der dank Trumps Abwesenheit eine Chance auf der Hauptbühne bekommt, fällt zumindest mit ein paar scharfen Attacken gegen die anderen auf. Einen klaren Gewinner gab es nicht. 

    Rand Paul, Chris Christie, Ben Carson, Ted Cruz, Marco Rubio, Jeb Bush und John Kasich (v.l.n.r.). Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa
    Was bleibt vom letzten gemeinsamen TV-Auftritt der republikanischen Bewerber vor der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa festzuhalten? Die dominierenden Themen waren wie auch bei früheren Debatten der Kampf gegen den Terrorismus und Außenpolitik. Jeb Bush macht keinen Fehler, glänzt aber auch nicht. John Kasich bietet sich als moderate Alternative an. Chris Christie, Gouverneur von New Jersey , attackiert Hillary Clinton, Bewerberin der Demokraten, für die Geschichte mit den Emails. Ben Carson, Neurochirurg und äußerst konservativ, ist zwar noch dabei, aber schon so weit im Abseits, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, bis er aufgibt. Rand Paul, der dank Trumps Abwesenheit eine Chance auf der Hauptbühne bekommt, fällt zumindest mit ein paar scharfen Attacken gegen die anderen auf. Einen klaren Gewinner gab es nicht. 

    Rand Paul, Chris Christie, Ben Carson, Ted Cruz, Marco Rubio, Jeb Bush und John Kasich (v.l.n.r.). Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa
    Die US-Präsidentschaftswahl ist weit weg, momentan dringt noch eher das Spektakel um Donald Trump über den Atlantik. Dabei sind diese Wahlen auch für Deutschland wichtig. Einige Gründe:

    VERHÄLTNIS Weniger herzlich ist das transatlantische Verhältnis geworden. Die Uneinigkeit Europas und sein Auseinanderdriften besorgen Washington sehr. Wird der nächste Präsident auf Distanz bleiben und die Bindungen nach Asien ausbauen, oder wird er sich wieder um mehr Nähe bemühen?

    ▪ AUSSENPOLITIK Wer auch immer Barack Obama nachfolgen wird, er wird außenpolitisch eine härtere Gangart anschlagen. Mehr Aggressivität im Nahen Osten und in Nordafrika ist wahrscheinlich. Die Erwartungen an den Nato-Partner Deutschland werden steigen.

    ▪ FLÜCHTLINGE Wenn die Konflikte im Nahen Osten eskalieren - was bedeutet das für die Flüchtlingsbewegungen und ihr Hauptziel Deutschland? 

    ▪ ENERGIE Treibt der nächste Präsident die Energieautonomie seines Landes voran, fördert das Fracking weiter? Wenn die USA deswegen ihr Engagement in der ölreichen Golfregion weiter zurückfahren, was heißt das für Deutschlands und Europas Rolle in Nahost?

    ▪ KLIMA Ohne die USA geht beim Klimaschutz nichts voran. Deutschland hat an diesem Thema großes Interesse, ein republikanischer Präsident aber könnte das dagegen ganz anders sehen.

    ▪ HANDEL Das Freihandelsabkommen TTIP soll 2017 oder 2018 abgeschlossen werden. Wirtschaftlich wäre das für Deutschland und Europa bedeutend. Wie viel Wert wird der nächste US-Präsident darauf legen wollen, wenn dann das Pendant zu diesem TTIP unter Dach und Fach sein sollte, das gewaltige Abkommen TTP mit den Pazifikanrainern?
    Die US-Präsidentschaftswahl ist weit weg, momentan dringt noch eher das Spektakel um Donald Trump über den Atlantik. Dabei sind diese Wahlen auch für Deutschland wichtig. Einige Gründe:

    VERHÄLTNIS Weniger herzlich ist das transatlantische Verhältnis geworden. Die Uneinigkeit Europas und sein Auseinanderdriften besorgen Washington sehr. Wird der nächste Präsident auf Distanz bleiben und die Bindungen nach Asien ausbauen, oder wird er sich wieder um mehr Nähe bemühen?

    ▪ AUSSENPOLITIK Wer auch immer Barack Obama nachfolgen wird, er wird außenpolitisch eine härtere Gangart anschlagen. Mehr Aggressivität im Nahen Osten und in Nordafrika ist wahrscheinlich. Die Erwartungen an den Nato-Partner Deutschland werden steigen.

    ▪ FLÜCHTLINGE Wenn die Konflikte im Nahen Osten eskalieren - was bedeutet das für die Flüchtlingsbewegungen und ihr Hauptziel Deutschland? 

    ▪ ENERGIE Treibt der nächste Präsident die Energieautonomie seines Landes voran, fördert das Fracking weiter? Wenn die USA deswegen ihr Engagement in der ölreichen Golfregion weiter zurückfahren, was heißt das für Deutschlands und Europas Rolle in Nahost?

    ▪ KLIMA Ohne die USA geht beim Klimaschutz nichts voran. Deutschland hat an diesem Thema großes Interesse, ein republikanischer Präsident aber könnte das dagegen ganz anders sehen.

    ▪ HANDEL Das Freihandelsabkommen TTIP soll 2017 oder 2018 abgeschlossen werden. Wirtschaftlich wäre das für Deutschland und Europa bedeutend. Wie viel Wert wird der nächste US-Präsident darauf legen wollen, wenn dann das Pendant zu diesem TTIP unter Dach und Fach sein sollte, das gewaltige Abkommen TTP mit den Pazifikanrainern?
    Die Bewerber um das Präsidentenamt mit der höchsten Zustimmung von Parteianhängern zu einer Kandidatur in den Meinungsumfragen* (Stand 30. Januar): 


    Die Bewerber um das Präsidentenamt mit der höchsten Zustimmung von Parteianhängern zu einer Kandidatur in den Meinungsumfragen* (Stand 30. Januar): 


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