Sturmtief „Herwart“ über Norddeutschland
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Sturmtief „Herwart“ über Norddeutschland

  • Foto: Daniel Friederichs
    Auf Eiderstedt ist man zurzeit dabei, den Schaden an der vom Sturm zerstörten „Catharina" aufzuräumen. Die Höhe des Schadens an der historischen Mühle von 1786 ist noch unklar.
  • Die Sturmflut im Hamburger Hafen geht allmählich zurück. Die Elbe erreichte vorübergehend einen Höchststand von mehr als drei Metern über dem mittleren Hochwasser, wie aus einer Beobachtung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie hervorgeht. Der Elbe-Pegel hat demnach im Verlauf des Vormittags allmählich wieder abgenommen. Das bestätigt auch die Polizei. Teile des Hafens wie der Fischmarkt sind jedoch nach wie vor überflutet.


    Ein Auto steckt während einer Sturmflut am Fischmarkt im Wasser. Foto: Daniel Bockwoldt, dpa
  • Einige Spaßvögel haben offenbar den Ernst der Lage nicht erkannt, wie dieser Mann in Hamburg beweist.



  • Foto: Peter Wüst
     
    Der Sturm hat in Ahrensburg (Stormarn) für einen Stromausfall gesorgt: Nachdem ein dicker Baum auf einen Stromkasten an der Hagener Allee fiel und diesen zerstörte, waren die Haushalte dort stundenlang ohne Strom. Aus Sicherheitsgründen hatte der Stromversorger die Leitungen zu den Häusern abgestellt. Feuerwehrleute der FF Ahrensburg zerlegten den Baum in Stücke und zogen den Stamm mit dem Rüstwagen vom Stromkasten weg. Damit war der Weg für einen Entstörtrupp des Energieunternehmens wieder frei.
     
    Zuvor waren die Feuerwehrleute an mehreren Stellen im Stadtgebiet mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt. Unter anderem waren Bäume auf die U-Bahnstrecke gefallen und ein großer Baum hatte den Beimoorweg blockiert. Daneben waren die Ahrensburger Feuerwehrleute mit ihrer Drehleiter zur Nachbarschaftshilfe in mehreren Umlandgemeinden eingesetzt. Bis um die Mittagszeit hat die FF Ahrensburg insgesamt 21 wetterbedingte Einsätze gefahren. Text: Peter Wüst
     
  • Die Einsatzzahlen nach dem Sturmtief "Herwart" steigen weiter an, meldet die Hamburger Feuerwehr. Bis gegen 11.45 Uhr wurden mehr als 800 Einsatzstellen gemeldet. Das Schadensbild habe sich dabei nicht verändert. "Die meisten Einsätze betreffen weiterhin umgestürzte Bäume, die Straßen, Wege und Bahnlinien versperren", teilt die Feuerwehr mit. "Aber auch losgerissene Baugerüste, versunkene Pkw und vollgelaufene Tiefgaragen beschäftigen die nahezu 1000 Helfer von Feuerwehr und THW."
  • Erneut ein Blick ins Ausland: Auch aus Polen wird ein Todesopfer beklagt. Starker Regen überflutete demnach vielerorts die Keller und heftige Böen rissen landesweit Bäume aus, die Straßen blockierten und den Verkehr behinderten. Infolgedessen starb ein Mann in Westpommern bei einem Autounfall, wie örtliche Behörden angeben. In Polen rückte die Feuerwehr zu mindestens 1200 Einsätzen aus, wie die Agentur PAP unter Berufung auf Einsatzkräfte meldet. 


    Umgestürzte Bäume im tschechischen Hradec Králové. Foto: David Taneèek, CTK/dpa
  • Gesperrte Straßen auch in Hessen: Betroffen ist vor allem Nordhessen, der Sturm wütete dort aber weit weniger stark als im Norden und Osten Deutschlands, wie die Polizei mitteilt. Schäden an Bahnstrecken wurden in Hessen vorerst nicht gemeldet, wegen Sperrungen im Norden Deutschlands müssen Reisende dennoch mit Verspätungen rechnen.

  • Die sind die aktuellen Meldungen über die Zugausfälle bei den Regionalbahnen. Wer heute eine Fahrt plant, sollte sich unter bahn.de/aktuell noch einmal über den aktuellen Stand informieren.

    RE6 (Westerland - Hamburg - Altona) Zugverkehr zur Zeit zwischen Westerland und Niebüll. Zusätzlich sind die Züge des Sylt-Shuttle-Plus für Reisende freigegeben.
    RB62 (Heide - Itzehoe) Zugverkehr eingestellt
    RB64 (Husum - St.Peter-Ording) Zugverkehr wieder aufgenommen

    RE7 (Flensburg - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RE70 ( Kiel Hbf - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RE74 (Kiel Hbf - Husum) Zugverkehr eingestellt
    RB75 (Rendsburg - Kiel Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RB77 (Kiel Hbf - Neumünster) Zugverkehr eingestellt

    RE8 ( Hamburg Hbf- LübeckHbf) Zugverkehr eingestellt
    RB81 (Hamburg Hbf - Bad Oldesloe) Zugverkehr eingestellt
    RE83 (Kiel- Lübeck - Lüneburg) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB84 (Kiel Hbf - Lübeck Hbf) Zugverkehr wieder aufgenommen

    RB85 (Lübeck Hbf - Puttgarden) Zugverkehr eingestellt
    RB86 (Lübeck Hbf - Travemünde Strand) Zugverkehr eingestellt
     
    (Stand: 12.01 Uhr)
  • Die Ausläufer des Sturmtiefs "Herwart" sind auch in Nordrhein-Westfalen zu spüren. Die Deutsche Bahn hat nahezu den gesamten Zugverkehr in Norddeutschland eingestellt. Dadurch enden viele Fernzüge in Richtung Berlin oder Hamburg schon in Dortmund. Auch einzelne Regionalverbindungen waren betroffen, etwa zwischen Herford und Minden, wie die Bahn auf ihrer Internetseite mitteilt. In einer Gütersloher Fußgängerzone stürzte nach Polizeiangaben ein Baugerüst um und beschädigte ein Haus und zwei Laternen. Der Schaden betrage mehrere zehntausend Euro.


    Eine Anzeigetafel weist am Bahnhof von Dortmund auf Zugverspätungen hin. Foto: Ina Fassbender, dpa
  • Mittlerweile sind in Hamburg 1000 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Hamburger Feuerwehr bekommt Unterstützung vom Technischen Hilfswerk. Die meisten Einsätze gelten weiterhin umgestürzten Bäumen, die Straßen, Wege und Bahnlinien versperren, heißt in einer Mitteilung. Aber auch losgerissene Baugerüste, versunkene Autos und vollgelaufene Tiefgaragen beschäftigen die Helfer.

  • Für betroffene Reisende - die Deutsche Bahn informiert ab sofort über eine Sonderhotline:  

  • Meldung DB Regio SH
    Aktuelle Meldungen für Schleswig-Holstein:
    Sturmwarnung für den 29.10.2017
    Informationen zum Sturmtief über Nordeuropa

    Sehr geehrte Fahrgäste,

    Der Zugverkehr der Regionalbahn Schleswig Holstein ist aufgrund des Unwetters teilweise eingestellt.
    RE1 (Hamburg Hbf - Büchen) Zugverkehr eingestellt

    RE6 (Westerland - Hamburg - Altona) Zugverkehr zur Zeit zwischen Westerland und Niebüll. Zusätzlich sind die Züge des Sylt-Shuttle-Plus für Reisende freigegeben.
    RB62( (Heide - Itzehoe) Zugverkehr eingestellt
    RB64 (Husum - St.Peter-Ording) Zugverkehr wieder aufgenommen

    RE7 (Flensburg - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RE70 ( Kiel Hbf - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RE74 (Kiel Hbf - Husum) Zugverkehr eingestellt
    RB75 (Rendsburg - Kiel Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RB77 (Kiel Hbf - Neumünster) Zugverkehr eingestellt

    RE8 ( Hamburg Hbf- LübeckHbf) Zugverkehr eingestellt
    RB81 (Hamburg Hbf - Bad Oldesloe) Zugverkehr eingestellt
    RE83 (Kiel- Lübeck - Lüneburg) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB84 (Kiel Hbf - Lübeck Hbf) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB85 (Lübeck Hbf - Puttgarden) Zugverkehr eingestellt
    RB86 (Lübeck Hbf - Travemünde Strand) Zugverkehr eingestellt

    Im Laufe des heutigen Tages werden wir auf den gewohnten Wegen (DB Navigator, www.bahn.de, Streckenagent) über die weitere Entwicklung informieren.

    Bitte informieren Sie sich kurz vor Fahrtantritt über den DB Navigator , www.bahn.de/aktuell oder mobil.bahn.de/ und achten Sie auf Ansagen an den Stationen.

    Über die aktuelle Pünktlichkeit von Zügen, an der von Ihnen gewünschten Station, informieren wir Sie auch unter www.bahn.de/ris oder die mobile Versionmobil.bahn.de/ris .
    In der Live-Auskunft bzw. Live-Auskunft mobil erhalten Sie eine Übersicht der Züge, die auf Ihrer Strecke fahren. Züge, die ausfallen, werden in der Live-Auskunft nicht angezeigt

    DB Regio AG Region Nord Schleswig-Holstein

    Letzte Aktualisierung: 29.10.2017 12:01 Uhr - DB Regio Nord (TP Kiel)
  • Dei Polizei in Sachsen stößt an ihre Grenzen. Beim Notruf laufen die Drähte heiß. Binnen zwölf Stunden seien mehr als 300 Notrufe eingegangen, teilt die Polizei mit. Dies sei die gleiche Zahl wie sonst innerhalb von 24 Stunden

  • Foto: Timo Jann
    Im Deichvorland am Geesthachter Stauwehr ist gegen 10.30 Uhr ein Spaziergänger (73) mit seinem Hund von der Sturmflut überrascht worden. Das Wasser lief elbaufwärts und hatte ihnen plötzlich alle Wege abgeschnitten.
     
    Notarzt Dr. Floren Stachow war mit im Einsatz. „Dem Mann waren schlagartig alle Wege über die Wiesen abgeschnitten, er rettete sich auf eine kleine Anhöhe und wartete dort auf seine Rettung durch die Feuerwehr“, ssagte Stachow. Ein Großaufgebot war mit Booten im Einsatz. „Wir konnten schließlich mit einem flach gebauten Boot über die Wiesen fahren und den Mann und seinen Hund aufnehmen“, berichtete Feuerwehrsprecher Lutz Wreide.
     
     
    Text: Timo Jann
  • Weitere Momentaufnahme aus Tschechien: Das komplette Dach einer sieben Jahre alten orthodoxen Holzkirche liegt am 

    in Most neben dem Kirchenschiff. Das Sturmtief hat auch hier starke Schäden hinterlassen.


    Foto: Libor Zavoral, CTK/dpa
  • Die Polizei in Niederbayern zieht eine erste Bilanz. In etlichen Landkreisen ist es wegen umgestürzter Bäume und Bauabsperrungen zu zahlreichen Einsätzen gekommen. Die Rede ist von "mehr als 115 witterungsbedingten Notrufen". Drei Menschen sind verletzt worden, heißt es weiter in einer Mitteilung.

  • Für die Feuerwehren im Land bedeutet der Tag vor allem Dauereinsatz. „Bis 11 Uhr haben wir 441 Einsätze registriert. Vor allem mussten Feuerwehren mit den Stichwörtern Baum auf Straße oder 'Droht zu fallen', was in Schieflage geratene Bäume oder lose Dachziegel bedeuten kann, ausrücken“, meldete der Schichtleiter der Integrierten Regionalleitstelle-Süd in Bad Oldesloe. Von dort aus werden die Feuerwehren in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein alarmiert.
    „Wir hatten unseren ersten Alarm um 4.17 Uhr mit einem Baum auf der Strecke nach Lanken. Danach ging es eigentlich von einem zum nächsten Einsatz“, erklärte Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Unter anderem halfen seine Retter mit der Drehleiter auch in Aumühle und Müssen.
    Geesthachts Feuerwehr fuhr mit der Drehleiter bis nach Tespe. „In Geesthacht selbst hatten wir zwar einige Einsätze, aber längst nicht so viele wie vor einem Monat. Einige Bäume, wie am Farmsener Weg, haben wir auch nur abgesperrt. Da müssen Fachfirmen ran“, sagte Feuerwehrchef Sven Albrecht. Ein großer Baum war dort auf den Giebel eines Mehrfamilienhauses gefallen und hängen geblieben. Text: Timo Jann
  • Gute Nachrichten von der AKN für die Züge im Raum Altona-Karlenkirchen-Neumüster: Seit 12:55 Uhr fahren die Züge auf den AKN-Linien A1, A2 und A3 wieder planmäßig. Alle AKN-Strecken sind offiziell freigegeben.
  • In Oberbayern hat die Polizei die Autobahn 8 auf einer Strecke von etwa acht Kilometern gesperrt. Hier drohen Bäume in dem gesperrten Bereich umzustürzen. Die Sperrung in beide Richtungen zwischen den Autobahnausfahrten Neukirchen und Siegsdorf soll bis voraussichtlich 16.00 Uhr dauern. 

  • Foto: dpa
     
    Ein Tourist aus Stuttgart kämpft sich am Strand von Utersum auf Föhr durch den Sturm Herwart.
  • Es wurden inzwischen mehrere Bahnstrecken wieder freigegeben. Stand 12:58 Uhr - Aktuelles unter: bahn.de/aktuell
     
    Diese Züge Fahren wieder:
     
    RB64 (Husum - St.Peter-Ording) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RE83 (Kiel- Lübeck - Lüneburg) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB84 (Kiel Hbf - Lübeck Hbf) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB86 (Lübeck Hbf - Travemünde Strand) Zugverkehr wieder aufgenommen
     
    Hier funktionieren Teilstrecken:

    RE7 (Flensburg - Hamburg Hbf) Zugverkehr auf der Teilstrecke Flensburg - Rendsburg.
    RE6 (Westerland - Hamburg - Altona) Zugverkehr zur Zeit zwischen Westerland und Niebüll. Zusätzlich sind die Züge des Sylt-Shuttle-Plus für Reisende freigegeben.
     
    Auf diesen Strecken in der Zugverkehr noch eingestellt:

    RE70 ( Kiel Hbf - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RE74 (Kiel Hbf - Husum) Zugverkehr eingestellt
    RB75 (Rendsburg - Kiel Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RB77 (Kiel Hbf - Neumünster) Zugverkehr eingestellt
    RE8 ( Hamburg Hbf- LübeckHbf) Zugverkehr eingestellt
    RB81 (Hamburg Hbf - Bad Oldesloe) Zugverkehr eingestellt
    RB62( (Heide - Itzehoe) Zugverkehr eingestellt
    RB85 (Lübeck Hbf - Puttgarden) Zugverkehr eingestellt
  • Foto: dpa
    Die Halligen bei Föhr liegen unter Sturmwolken.
  • UPDATE Die Deutsche Bahn kann wegen der schweren Schäden den Betrieb wichtiger Strecken im Fernverkehr erst am Montag wieder aufnehmen. Berlin, Hamburg, Hannover, Bremen und Kiel seien zurzeit nicht ans Fernnetz angeschlossen, teilt der Konzern mit. Unter anderem blieben bis morgen die Verbindungen Hamburg-Berlin, Berlin-Frankfurt/Main, Berlin-Leipzig, Berlin-Dresden, Bremen-Hannover, Dortmund-Hamburg und Hannover-Dortmund gesperrt. Zunächst hatte die Bahn geschätzt, dass nur bis Sonntagnachmittag voraussichtlich keine Züge im Fernverkehr fahren. Sie hatte den Betrieb in sieben Ländern teils ausgesetzt.

  • Dramatische Szenen melden unsere Kollegen von der Neuen Osnabrücker Zeitung von einem Campingplatz in Jade (Landkreis Wesermarsch). Dort kam ein Mann ums Leben: Zwei Camper wurden in ihrem Bulli von der Sturmflut überrascht. Am Sonntagmorgen um 4.21 Uhr erreichte ihr Notruf die Polizei. Der Anrufer teilte mit, dass er sich auf dem Gelände des Strandbades Sehestedt befinde und dieser von der stark ansteigenden Flut erfasst werde. Das Gespräch wurde nach Angaben der Polizei daraufhin unterbrochen und ein Rückruf verlief erfolglos. Mit dem Streifenwagen konnten die Beamten den Campingplatz nicht mehr erreichen. Es wurden Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und DLRG sowie ein SAR-Hubschrauber eingesetzt. 
     
    Um 7.05 Uhr wurde dann ein 59-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen von einer Schlauchbootbesatzung der DLRG im Bereich des Strandbades aus dem Wasser gerettet. Der Mann hatte sich an einem Mast festklammern können. Er war stark unterkühlt, Lebensgefahr bestand aber nicht.
     
    Der 59-Jährige gab an, zusammen mit seinem 63-jährigen Bruder, auch aus Nordrhein-Westfalen, in dem Fahrzeug gewesen zu sein. Sie hätten gemeinsam den Bulli verlassen, um sich in Richtung Deich in Sicherheit zu bringen. Das Wasser wäre aber mit enormer Wucht auch aus Richtung Deich gekommen. Sie nicht hätten ihn mehr erreichen können. Er selbst hätte sich an den Mast retten können. Seinen Bruder habe er nicht mehr sehen können und er sei in der Dunkelheit verschwunden. Die Suchmaßnahmen wurden daraufhin unverzüglich fortgesetzt.
     
    Der Bruder wurde gegen 8.30 Uhr von der Besatzung des SAR in der Nordsee treibend entdeckt und von einer Besatzung der DLRG geborgen. An Land konnte nur noch der Tod festgestellt werden.
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    Foto: dpa
     
    Während der Sturmflut in Hamburg haben Feuerwehrleute am Sonntag sieben Kühe gerettet. Die Herde war beim Grasen im Stadtteil Neuengamme von den Fluten eingeschlossen worden.
     
    Foto: dpa
     
    Die Feuerwehrleute trieben die Tiere von Booten aus ans Land. Die Aktion im Elbvorland dauerte fast drei Stunden, wie ein Sprecher sagte.
     
    Foto: dpa
     
     
  • Autofahrer in Schleswig-Holstein kennen das: Bei Sturm kann es auf den Brücken gefährlich werden. Auf der Insel Fehmarn wurden laut dem Wetterdienst Kachelmannwetter teilweise Windgeschwindigkeiten bis zu 144 km/h erreicht. Die Fehmarnsundbrücke war dann auch gegen 2.30 Uhr für leere Lkw und Pkw mit Anhänger gesperrt. Das Verbot störte aber einen Fahrzeugführer mit einem Wohnwagengespann nicht. Um kurz nach 5 Uhr befuhr der Transporter die Fehmarnsundbrücke und der Wohnwagen kippte um. Die alarmierten Feuerwehren aus Landkirchen, Burg und Süderort hatten alle Hand voll zu tun, den Wohnwagen auf der mittlerweile voll gesperrten Brücke zu bergen. Text: Arne Jappe
  • Menschenleere auf dem Bahnhof von Sandkrug in Niedersachsen.


    Foto: Mohssen Assanimoghaddam, dpa
  • Foto: Daniel Friederichs
    Der menschenleere Jahrmarkt von Heide: Die Buden bleiben wegen des Sturms geschlossen.
  • Die Lage im Bahnverkehr verbessert sich nach und nach. So sieht es aktuell aus. Stand 14:24 Uhr - Aktuelles unter: bahn.de/aktuell
     
    Hier läuft es wieder:

    RB64 (Husum - St.Peter-Ording) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RE83 (Kiel- Lübeck - Lüneburg) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB84 (Kiel Hbf - Lübeck Hbf) Zugverkehr wieder aufgenommen
    RB86 (Lübeck Hbf - Travemünde Strand) Zugverkehr wieder aufgenommen
     
    Hier gibt es Teilsperrungen:

    RE6 (Westerland - Hamburg - Altona) Zugverkehr zur Zeit zwischen Westerland und Niebüll. Zusätzlich sind die Züge des Sylt-Shuttle-Plus für Reisende freigegeben.
    RE74 (Kiel Hbf - Husum) Zugverkehr auf der Teilstrecke Husum - Rendsburg
    RE7 (Flensburg - Hamburg Hbf) Zugverkehr auf der Teilstrecke Flensburg - Rendsburg
     
    Hier ist der Zugverkehr eingestellt:

    RE70 ( Kiel Hbf - Hamburg Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RB75 (Rendsburg - Kiel Hbf) Zugverkehr eingestellt
    RB77 (Kiel Hbf - Neumünster) Zugverkehr eingestellt
    RE8 ( Hamburg Hbf- LübeckHbf) Zugverkehr eingestellt
    RB81 (Hamburg Hbf - Bad Oldesloe) Zugverkehr eingestellt
    RB62( (Heide - Itzehoe) Zugverkehr eingestellt
    RB85 (Lübeck Hbf - Puttgarden) Zugverkehr eingestellt
  • Wir hatten es bereits einige Male erwähnt, der Sturmtief hat vor allem in der Nordosthälfte für Chaos gesorgt. Mit bis zu 180 Kilometer pro Stunde tobte der Sturm auf den Höhen der Mittelgebirge. Ein Reporter des Portals "WetterOnline" berichtet aus dem Fichtelberg im Erzgebirge.

  • "Wir sind seit Stunden im Einsatz" - die Aufräumarbeiten in Hamburg sind in vollem Gange:



  • Für die Berliner Feuerwehr geht die Arbeit unvermindert weiter. Im Einsatz auch ein Kran: 

  • In der deutschen Hauptstadt heißt es derweil Abschied nehmen vom Sturmtief "Herwart": 



  • Viele Bahnreisende, die Richtung Norden wollten, sind im Dortmunder Hauptbahnhof gestrandet. Hier gibt es für sie eine besondere Anlaufstelle. In einem Hotelzug der Bahn können sie sich aufwärmen, essen, trinken, und warten. "Der Zug steht hier in Dortmund seit zwei Stunden auf unbestimmte Zeit", so Haldun Güzel von der Deutschen Bahn. "Die Passagiere müssen vor allem mit Informationen versorgt werden und einen Platz zum Warten haben."


    Die Fahrgäste Jonathan Schmoll und Isabelle Rohse (l.) haben es sich im Hotelzug gemütlich gemacht und warten auf die Weiterfahrt in den Norden. Fotos: Ina Fassbender, dpa
  • Unser Dithmarscher Kollege Karsten Schröder hat mehrere Einsatzstellen von Polizei und Feuerwehr besucht.
     
  • Wo "Herwart" am schnellsten wütete - die  Spitzengeschwindigkeiten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auf einen Blick:

  • Wie geht es weiter mit dem Wetter? Der Wind bläst in Deutschland zu Wochenbeginn wieder schwächer. Zugleich fallen die Temperaturen. In der Nacht sollte es bis auf 600 Meter hinunter schneien, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Am Montag bleibt es überwiegend trocken. Einzelne Schauer kann es in den nördlichen Mittelgebirgen und in den Alpen geben, in den östlichen Mittelgebirgen fällt Schnee.


    Ein Drachen in luftiger Höhe in Frankfurt am Main vor der Hochhauskulisse. Foto: Frank Rumpenhorst, dpa
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    Immer mehr Kiel-Züge fahren wieder, weitere Strecken wurden komplett freigegeben:
     
    RE72 (Kiel Hbf - Flensburg)
    RB73 (Kiel Hbf - Eckernförde)
    RE83 (Kiel- Lübeck - Lüneburg)
    RB84 (Kiel Hbf - Lübeck Hbf)
    RB86 (Lübeck Hbf - Travemünde Strand)
    RB64 (Husum - St.Peter-Ording)
     
    Auf diesen Bahnstrecken ist der Zugverkehr nach wie vor eingestellt:
     
    RB62 (Heide - Itzehoe)
    RE70 (Kiel Hbf - Hamburg Hbf)
    RB75 (Rendsburg - Kiel Hbf)
    RB77 (Kiel Hbf - Neumünster)
    RE8 (Hamburg Hbf- LübeckHbf)
    RB81 (Hamburg Hbf - Bad Oldesloe)
     
    Hier kommt es noch zu Einschränkungen:
    RE6 (Westerland - Hamburg - Altona) Zugverkehr zur Zeit zwischen Westerland und Husum.
    Zusätzlich sind die Züge des Sylt-Shuttle-Plus für Reisende freigegeben.
    RE7 (Flensburg - Hamburg Hbf) Zugverkehr auf der Teilstrecke Flensburg - Rendsburg.
    RE74 (Kiel Hbf - Husum) Zugverkehr auf der Teilstrecke Husum - Rendsburg
     
    Stand: 15.53 Uhr, bitte die aktuellen Meldungen auf bahn.de/aktuell beachten.
     
  • In der Fußballregionalliga kam es zu mehreren Spielausfällen. Die Partien Altona 93 gegen Eutin 08, Eintracht Norderstedt gegen SSV Jeddeloh und VfB Oldenburg gegen FC St. Pauli II fielen wegen der schlechten Platzverhältnisse aus. Nachholtermine gibt es noch nicht.
  • Foto: dpa
    Am Stand von Utersum auf Föhr kämpfen Spaziergänger gegen den Sturm. Ach dieser Hund lässt sich den Strandspaziergang nicht nehmen.
    Foto: dpa
    Ein Blick auf die Hafenmole von Wyk.
    Foto: dpa
     
     
  • Die Bilanz am Sonntagabend: Das Sturmtief „Herwart“ sorgte im Norden für mehr als 1000 Feuerwehreinsätze. Allein in Hamburg musste die Feuerwehr bis zum Nachmittag mehr als 900 Mal ausrücken. Die Einsatzkräfte hätten sich vor allem um umgestürzte Bäume, Baugerüste und Dachteile gekümmert, sagte ein Sprecher. Die Höhe des Sachschadens liege vermutlich im Millionenbereich.Besonders hart traf es die Bahn: Der Zugverkehr kam in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern fast komplett zum Erliegen. Unter anderem waren Hamburg und Kiel am Nachmittag nicht mehr ans DB-Fernnetz angeschlossen.
     
    Feuerwehrsprecher Werner Nölken zog insgesamt eine positive Bilanz: „Wir waren den Ankündigungen entsprechend gut aufgestellt. Aber auch die Bürger sollten vor einem Unwetter entsprechende Vorkehrungen treffen, um Schäden zu verhindern.“ Die Elbe erreichte am Vormittag vorübergehend einen Höchststand von mehr als drei Metern über dem mittleren Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie angab.
     
    Die starken Böen erreichten im Norden Geschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde auf Sylt und Hiddensee, 130 km/h auf Fehmarn, 120 km/h in Warnemünde und auf Helgoland sowie 100 km/h in Hamburg.
  • Foto: Daniel Friederichs
    Wir möchten uns mit einem idyllischen Foto aus St. Peter-Ording verabschieden. Dort hieß es am Sonntag: Stand-Unter. Doch auch wenn es heute vielerorts wunderschön aussah: Auch nach dem Sturm ist vor allem in Wäldern Vorsicht geboten. Es können weiterhin Äste herunterkrachen. Bitte passen Sie auf sich auf und machen auch Ihre Kinder darauf aufmerksam.
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