Sturmtief "Friederike" bringt Schnee nach SH

Sturmtief "Friederike" bringt Schnee nach SH Live

Schnee und Sturm sorgen in Deutschland für Probleme.

    UPDATE Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert den sturmbedingten bundesweiten Stopp des Fernverkehrs der Deutschen Bahn. "Vorsicht ist natürlich immer eine gute Sache, aber man kann auch übervorsichtig sein", sagt der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Gleich gar nichts zu tun, das erscheint uns doch etwas übertrieben." Dort, wo der Wind schwächer sei und keine Bäume an den Gleisen stünden, müsse der Betrieb nicht eingestellt werden.

    Die Nutzung sogenannter Aufenthaltszüge in den Bahnhöfen seien zwar besser, als unterwegs zu stranden. "Aber wenn ich weiß, dass die Strecke noch frei ist, sollte ich versuchen, die Leute noch nach Hause zu bringen. Das kann man mit reduzierter Geschwindigkeit machen." Der Bahn-Stillstand in ganz Deutschland sei "undifferenziert", sagt Naumann weiter. Die Deutsche Bahn reagiert mit Unverständnis auf die Kritik. "Sicherheit geht vor", sagt eine Bahn-Sprecherin am Abend.


    Ein Aufenthaltszug in Frankfurt. Foto: Fabian Sommer, dpa

    Nach dem Sturmtief läuft der Bahnverkehr im Norden langsam wieder an. Einzelne Züge seien zwischen Bremen und Norddeich Mole gestartet, teilt die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, fuhren am Abend wieder. 



    UPDATE Bei einem Unfall während des stürmischen Wetters im Süden Brandenburgs ist ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Der Lastwagen sei demnach von einer Windböe erfasst worden und umgekippt, teilt die Polizei per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Lastwagenfahrer wurde eingeklemmt und starb noch am Unfallort bei Ortrand unweit der Grenze von Brandenburg zu Sachsen. Er war auf der Autobahn aus Richtung Berlin kommend in Richtung Dresden unterwegs. Zeitweise war noch unklar gewesen, ob der Mann durch den Sturm verunglückt ist. 

    Die Zahl der Todesopfer des Orkantiefs "Friederike" ist auf vier gestiegen, davon drei in Nordrhein-Westfalen. "Eines der Todesopfer war ein Feuerwehrmann", berichtet NRW-Innenminister Herbert Reul. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sei bei einem Sturmeinsatz im sauerländischen Sundern ums Leben gekommen. Auch in Thüringen war ein Feuerwehrmann im Orkan gestorben.

    Zum Hintergrund:  Ein jähes Ende der Zugfahrt auf offener Strecke, Evakuierungen, Hunderte Fahrgäste auf Notbrücken: Das will die Bahn vermeiden. Deshalb ist sie bei Unwettern dazu übergegangen, den Zugverkehr schneller einzustellen als früher. 

    "Bei schwieriger Witterungslage sollen die Züge nicht auf der Strecke stehen bleiben", sagt ein Bahnsprecher zur Erklärung. Vorsorglich bleiben die Züge deshalb in den Bahnhöfen. "Dort kann man die Fahrgäste besser betreuen. Es erleichtert nach dem Unwetter auch die Wiederaufnahme des Betriebs und die Werkstattfahrten zur Wartung."


    Foto: Oliver Berg, dpa

    Informationsbedürftige Reisende warten im Stuttgarter Hauptbahnhof.


    Foto: Johannes Hofmann, dpa

    Wie - und vor allem - wann geht es weiter? Diese Frage dürfte die meisten gestrandeten Fahrgäste auch am Frankfurter Hauptbahnhof umtreiben. 

    Bahnmitarbeiter versorgen die Reisenden im Kölner Hauptbahnhof mit Getränken.  


    Foto: Oliver Berg, dpa

    Vor dem Kölner Hauptbahnhof hat sich eine lange Schlange am Taxistand gebildet.


    Foto: Oliver Berg, dpa
    Zu einem weiteren Glätteunfall kam es in der Lübecker Straße in Bargteheide (Stormarn). Dabei wurde eine Frau lebensgefährlich verletzt. Ihr fünf Jahre alter Mitfahrer -  ihr Enkel - blieb unverletzt.

    Nach dem bisherigen Erkenntnissen befuhr die 66 Jahre alte Ahrensburgerin mit ihrem Ford Focus die Lübecker Straße in Richtung Bargteheide. Etwa 200 Meter vor der eigentlichen Unfallstelle kam sie in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte eine Mauer. Die Ahrensburgerin fuhr dann noch etwa
    200 Meter weiter und in einen haltenden Renault Captur.

    Durch den Unfall wurde die 66-jährige Fahrerin lebensgefährlich verletzt. Der 74-jährige Fahrer des Renault Captur aus Ammersbek blieb unverletzt. Seine 81-jährige Beifahrerin wurde leicht verletzt.

    Die L82 war für die Zeit der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten für etwa eine Stunde voll gesperrt.
     
    Text: Peter Wüst
    Auf schneeglatter Fahrbahn verlor ein junger Autofahrer am Nachmittag auf der Straße Fürstenkaten zwischen Lütjensee und Oetjendorf im Kreis Stormarn die Kontrolle über seinen Opel Corsa. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich in der Böschung. Der Mann blieb unverletzt, konnte sich aber selbst nicht mehr aus dem Auto befreien. Text: Peter Wüst
    Foto: Peter Wüst
     

    "Friederike" hat eine höhere Windgeschwindigkeit erreicht als der Sturm "Kyrill" im Jahr 2007. Das teilt der Deutsche Wetterdienst in Offenbach auf Twitter mit. "Friederike schlägt Kyrill, was die maximale Windböe betrifft. Vor exakt 11 Jahren gab es 202 km/h auf dem Wendelstein, heute meldete der Brocken eine Böe von 203 km/h", heißt es.



    Der Oberharz ist wegen der Auswirkungen von Orkantief "Friederike" seit dem Nachmittag weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen zahlreicher umgekippter Bäume seien alle Zufahrtsstraßen gesperrt worden, sagt ein Sprecher der Kreisverwaltung Goslar. Auch viele andere Straßen im Kreisgebiet seien unpassierbar. Ein Polizeisprecher bezeichnet die Lage als chaotisch. Es stürzten nach wie vor in großer Zahl Bäume auf die Fahrbahnen. Trotz zahlreicher Verkehrsunfälle sei bisher niemand verletzt worden.


    Ein Einsatzfahrzeug am Torfhaus im Oberharz. Foto: Swen Pförtner, dpa
    Die Polizei Lübeck zieht eine erste Zwischenbilanz: Aufgrund starker Schneefälle kam es in Lübeck, Ostholstein, Stormarn und Ratzeburg zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus und zahlreichen Unfällen. Von 10.15 bis 16.15 Uhr erreichten die Regionalleitstelle Süd mehr als 500 Einsätze.
    Besonders stark betroffen waren die Region um Bad Oldesloe und diverse Bereiche der A1 und A20. Im Schnitt mussten dort 40 Einsätze gleichzeitig bearbeitet werden. Auf der A1 im Bereich Ostholstein rutschten mehrere PKW und LKW aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse von der Fahrbahn oder stellten sich quer. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Eine Person wurde leicht, eine weitere schwer verletzt.
    Für den Bereich Lübeck registrierte die Leitstelle bis 16.15 Uhr insgesamt 114 angelegte Einsätze. Die Wesloer Straße und die Friedhofsallee sind in Teilen zur Stunde noch gesperrt.

    Ein Reisender sucht am Berliner Hauptbahnhof per Handzettel eine Mitfahrgelegenheit nach Hamburg, nachdem die Bahn den Fernverkehr ausgesetzt hat.  


    Foto: Maurizio Gambarini, dpa

    Der erste bundesweite Stopp des Bahn-Fernverkehrs seit dem Orkan "Kyrill" vor elf Jahren bringt für Reisende auch am Freitag noch deutliche Einschränkungen. Betroffene Strecken müssten erst mit Hubschraubern abgeflogen werden, um mögliche Schäden zu sichten, erklärt ein Bahnsprecher. Dann müsse eine Lok ohne Fahrgäste die Strecke abfahren, bis klar sei, dass die Gleise nutzbar sind. Die Bahn bittet die Kunden, Reisen - wenn möglich - zu verschieben.


    Gestrandete am Berliner Hauptbahnhof. Foto: Maurizio Gambarini, dpa
     Vor dem Hintergrund der starken Schneefälle warnt die Polizeidirektion Bad Segeberg vor dem Betreten der Wälder. In den Bereichen Quickborn, Hasloh und Bönningstedt sind in den vergangenen Stunden diverse Äste aufgrund der Schneelast von Bäumen abgebrochen. Bisher ist laut Polizei niemand zu Schaden gekommen.

    Wer nach den starken Schneefällen der vergangenen Stunden noch einen Spaziergang am Rantzauer See machen möchte, sollte Schirm und Gummistiefel mitnehmen oder lieber zu Hause bleiben. Mittlerweile hat Tauwetter eingesetzt und die Wege rund um den See sind matschig und sehr nass. Zudem fällt der tauende Schnee bei auffrischendem Wind von den Bäumen. Einen Eindruck davon gibt es in unserem Video.

    von Miriam Richter, shz.de via null bearbeitet von Christina Norden, shz.de 1/18/2018 4:14:00 PM

    Durch eine Sturmböe ist in Lippstadt im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen ein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Fahrer hatte im Orkan die Kontrolle über seinen Transporter verloren und war in den Gegenverkehr geraten. Nach Polizeiangaben stieß der 68-Jährige aus Geseke in seinem Wagen mit einem Lkw zusammen und war sofort tot. Der 73-jährige Fahrer des 40-Tonners kam verletzt ins Krankenhaus.

    Der Schwerpunkt des Orkans hat sich weiter in Richtung Osten verlagert.



    Das Sturmtief "Friederike" hat auch in Thüringen ein Todesopfer gefordert. In Bad Salzungen wurde ein Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen und ein weiterer schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher in Suhl mitteilt.

    Derweil verteidigt die Deutsche Bahn ihre Entscheidung, wegen des Orkans "Friederike" vorsorglich den Fernverkehr in ganz Deutschland einzustellen. "Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen", sagt Bahnsprecher Achim Stauß der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

    "Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen - und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen. Diese Situation müssen wir vermeiden, und deshalb diese harte Entscheidung, den Fernverkehr komplett in Deutschland einzustellen", sagt Stauß.

    Die AKN teilt mit, dass die Strecken der Linien A1 und A2 wieder freigegeben sind. Der Betrieb läuft wieder, mit verlängerten Fahrzeiten ist jedoch noch zu rechnen. Die zusätzlichen Fahrten im Berufsverkehr entfallen.
     
    In Norderstedt sind die Waldstraße und der Friedhof Friedrichsgabe wegen der Gefahr umstürzender Bäume bis auf Weiteres voll gesperrt. Die Stadt warnt vor dem Betreten von Wäldern und Parks. 

    Nachdem in Hamm ein Kaufhaus durch den Orkan beschädigt wurde, machten Berichte über angebliche Plünderungen die Runde. Die Polizei konnte dies nicht bestätigen.





    In Arnsberg in Nordrhein-Westfalen filmte eine Jugendliche wie gleich mehrere Bäume durch den Orkan umstürzten.



    Nach und nach werden immer mehr Schäden durch den Orkan sichtbar. In Menden in Nordrhein-Westfalen etwa wurde das Dach eines Supermarktes abgedeckt.



    Derzeit ist die direkte Verbindung von Quickborn nach
    Norderstedt
    über den Staatsforst Rantzau voll gesperrt.
    Das hat die Stadt
    Norderstedt gerade mitgeteilt.
    Grund für die Sperrung ist die Schneelast auf
    den angrenzenden Bäumen.
    Sie ist so hoch, dass die Gefahr besteht, dass die
    Bäume umstürzen.
      Wann die
    Sperrung wieder aufgehoben wird, ist noch nicht bekannt.



    Zahlreiche Lastwagen stauen sich vor der Köhlbrandbrücke in Hamburg. Schnee und Straßenglätte machen etliche Straßen in der Hansestadt nur schwer befahrbar. Foto: dpa
     
    Bei einem Unfall südlich von Penzlin (Mecklenburg-Vorpommern) ist eine Autofahrerin ums Leben gekommen. Die Frau verlor am Donnerstag auf der Bundesstraße 193 die Kontrolle über ihren Wagen, schleuderte gegen einen entgegenkommenden Lastwagen und dann in einen Graben, wie eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg sagte. Dabei erlitt die Fahrerin tödliche Verletzungen. Zum Unfallzeitpunkt soll es schon geschneit haben. Vermutlich war der Wagen bei Peckatel am Abzweig nach Klein Vielen zu schnell unterwegs.
    Anders in Eutin...
     
    Unser Reporter Pierre Boom auf Sylt hat ein „Friederike“-Fazit: „Null-Komma-Gar-Nix! Kein Sturm, kein Schnee, nur trübe und bisschen Nieselregen.“
    Polizei und Feuerwehr in Lübeck fordern die Bürger auf, zuhause zu bleiben und ihr Auto stehen zu lassen. Grund ist die Schneeglätte. Derzeit sind mehrere Straßen aufgrund drohender Baumumstürze und abknickender Äste gesperrt. Bis zum frühen Nachmittag musste die Feuerwehr Lübeck zu etwa 50 witterungsbedingten Unfällen und umgestürzten Bäumen, welche durch die Schneelast auf Straßen, Bahngleise und Häuser gedrückt wurden, ausrücken. Auf Gehwegen kam es zu rund 20 Stürzen, die den Einsatz des Rettungsdienstes erforderten. 
    Auch in Norderstedt musste die Feuerwehr ausrücken um herabstürzende Äste und Bäume zu sichern. Hier musste sogar eine Drehleiter eingesetzt werden um die Gefahr zu beseitigen. Die Waldstraße zwischen Quickborn und Norderstedt ist voll gesperrt worden.
    Foto: Florian Büh
     

    Der Deutsche Wetterdienst berichtet von ersten Unwetteraufhebungen im Westen. Der Osten des Landes wird die volle Wucht des Orkans aber erst noch zu spüren bekommen. Teilweise wurde der Orkan zum Sturm heruntergestuft. "Für Nordrhein-Westfalen, den westlichen Teil Niedersachsens, den Nordwesten Hessens und für Rheinland-Pfalz ist die Orkanwarnung um 16 Uhr aufgehoben worden", sagt DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Weitere Aufhebungen würden "Zug um Zug" folgen, während sich das Sturmtief nach Osten verlagere. Allerdings gelte die Orkanwarnung vor allem im Osten Deutschlands wohl noch bis zum späten Abend, sagt Friedrich. 

    Aufgrund der anhaltenden Schneefälle ist es im Raum Pinneberg und Rellingen zu Auffahrunfällen gekommen. Auf der gesamten A23 kamen mehrere Autos ins Rutschen. Dabei blieb es bei Blechschäden, teilt die Polizei mit.
    Insbesondere auf der A23 kommt es aktuell immer wieder zu Behinderungen – unter anderem an den Ab- und Auffahrten. Durch die vereisten Fahrbahnen fahren sich immer wieder Lastwagen fest.
    Entsprechend kommt es zu Behinderungen und Staus, gegenwärtig an der Anschlussstelle Elmshorn in Richtung Norden. Mit weiteren Beeinträchtigungen ist zu rechnen, sagt die Polizei. 
     
    Am Vormittag ist es in Bargteheide (Kreis Stormarn) in Lübecker Straße zu einem Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurde eine 66-Jährige schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war die Frau aus Ahrensburg mit ihrem Ford Focus etwa 200 Meter vor der eigentlichen Unfallstelle in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und touchierte zunächst eine Mauer. Die Ahrensburgerin fuhr dann in einen wartenden Renault Captur.
    Durch den Unfall wurde die 66-jährige Fahrerin lebensgefährlich verletzt. Ihr Enkel (5) im Auto blieb unverletzt. Der 74-jährige Fahrer des Renault aus Ammersbek blieb unverletzt. Seine 81-jährige Mitfahrerin wurde leicht verletzt.
    Schnee auch in Büdelsdorf am shz-Druckzentrum.
     

    Sturmtief "Friederike" sorgt zunehmend auch für Flugausfälle. "Die Wetterlage im Westen Deutschlands hat sich verschärft", sagt der Sprecher der Berliner Flughäfen, Lars Wagner. Nachdem am Vormittag bereits Verbindungen zwischen Amsterdam und Berlin gestrichen wurden, sind nun auch mehrere innerdeutsche Strecken betroffen

    An mehreren Flughäfen im Westen wie Köln/Bonn und Düsseldorf blieben Maschinen am Boden, so Wagner. Dadurch fehlten die Maschinen am Flughafen Berlin-Tegel für Flüge zurück in die betroffenen Städte. Je zehn Ankünfte und Abflüge seien gestrichen, weitere Ausfälle seien nicht ausgeschlossen. In Berlin erwartete der Deutsche Wetterdienst für den Nachmittag Sturmböen mit 65 bis 85 Kilometern pro Stunde.


    Szene am Düsseldorfer Flughafen. Foto: Caroline Seidel, dpa

    Nichts geht mehr auf den Straßen rund um Itzehoe (Kreis Steinburg): Wie hier am Itzehoer ZOB ruht der Busverkehr wegen Glätte. Die Straßen seien vereist, weitere Fahrten zu gefährlich, teilt der Busbetreiber Vineta auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Auch die Müllabfuhr hat den Betrieb für heute eingestellt, heißt es aus der Kreisverwaltung. Liegen gebliebener Müll wird morgen abgeholt – wenn die Witterung es zu lässt. Wie lange der Busverkehr ruht, ist ebenfalls noch nicht abzusehen. Entscheidend ist, wie sich die Lage auf den Straßen entwickelt.

    Foto: Tobias Stegemann
     

    Unter der massiven Last des extrem feuchten Schnees ist am Donnerstagnachmittag im Bistal bei Escheburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein mächtiger Baum umgestürzt. Der Wurzelballen der Linde riss dabei einen Teil der Fahrbahn mit, es öffnete sich ein Krater unter dem Asphalt und in der Böschung auf. Möglicherweise wurde auch die Kanalisation beschädigt. Die von Autofahrern gegen 13.40 Uhr angeforderte Feuerwehr sperrte einen Teil der Straße ab. Die Gemeinde kümmerte sich um eine Sicherung.

    Foto/Text: Timo Jann
     
    Der Schneefall behindert noch immer massiv den Verkehr auf der A7 in Richtung Hamburg. Dort staut sich der Verkehr kilometerweit ab Großenaspe. Mehrere Lastwagen haben sich in den Ausfahrten festgefahren.
    Foto: Daniel Friederichs
     

    Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr wegen des Orkans "Friederike" ab sofort bundesweit ein. Züge, die noch unterwegs sind, sollten aber soweit möglich bis zum Ziel fahren, sagt ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur.

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