Sturm „Sebastian“ im Liveticker
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Sturm „Sebastian“ im Liveticker

Sturm „Sebastian“ wird am Mittwoch mit schweren Sturmböen an der Nordseeküste erwartet. Alle Ereignisse im Liveticker.

  • Das Wichtigste zu Sturm „Sebastian“ im Überblick
    • Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein und Hamburg rückten zu weit über 1000 Einsätzen aus. 
    • In der Nacht zu Donnerstag hat sich die Lage beruhigt.
    • Die Einschränkungen im Berufsverkehr war am Vormittag nach Angaben der Deutschen Bahn wieder behoben.
    • Vor allem an der Nordsee wurden Orkanböen von bis zu 140 km/h gemessen.
    • Eine Sturmflut setzte Mittwoch am Abend den Fischmarkt in Hamburg unter Wasser.
    • Die Fähren zwischen den Nordseeinseln und dem Festland fuhren am Mittwoch nur eingeschränkt, Helgoland wurde am Mittwoch von keiner Fähre angefahren. Auch die Elb-Link-Fähre hatte den Betrieb eingestellt.
    • Sylt Shuttle und der blauen Autozug Sylt fahren wieder ohne Einschränkungen von und zur Insel.
    • Die Rader Hochbrücke war zwischenzeitlich voll gesperrt, nachdem der Anhänger eines Lkw umgekippt war.
    • Die Kitas auf Sylt schickten am Mittwoch die Kinder vorzeitig nach Hause, auch in Flensburg machten die Kitas früher dicht.
    • In Nordfriesland beendeten am Mittwoch einzelne Schulen vorzeitig den Unterricht.
    • In Husum wurden vier der fünf Messehallen der Messe „Husum Wind“ geräumt und bleiben am Mittwoch geschlossen. Am Donnerstag geht der Messe-Betrieb wie geplant weiter.
    • In Hamburg wurde ein Mann durch herabstürzende Gerüstteile so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus gestorben ist. Auf Föhr wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.
    von Sarah Sauerland, shz.de bearbeitet von Tobias Fligge, shz.de 9/13/2017 10:32:31 AM
  • Liebe Leser, die Lage nach dem Herbststurm „Sebastian“ hat sich in Schleswig-Holstein entspannt. Damit beenden wir die Berichterstattung in unserem Liveblog und wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag. 
  • Gestern musst das Segelschiff „Alexander von Humboldt 2“ auf seinem Weg nach Flensburg sturmbedingt eine Pause in Kiel einlegen. Die Bark nahm am Vormittag Kurs auf den Flensburger Hafen.
     
    Die "Alexander von Humboldt 2" vor dem Leuchtturm Friedrichsort bei Kiel. Foto: Rolf Dunkel
     
  • Damit wurde der bisherige deutsche Windstromrekord von Mitte März dieses Jahres (gut 38.000 MW/h) nur knapp verfehlt. Windkraftanlagen erzeugten damit allein mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs, wie aus einer Aufstellung der Netzagentur hervorgeht.
  • „Sebastian“ hat für eine extrem hohe Windstromproduktion gesorgt: In der Zeit zwischen 11 und 12 Uhr speisten die Windparks am Mittwoch vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie in der Nordsee insgesamt mehr als 37.800 Megawattstunden Strom in die Netze ein, wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag mitteilte.
  • Der unterbrochene Zugverkehr in Schleswig-Holstein wurde wieder aufgenommen. Am Morgen war nach Angaben der Deutschen Bahn nur noch der Regionalverkehr auf den Strecken Kiel-Rendsburg (RB 75) und Kiel-Husum (RE 74) gestört. Die Strecken Hamburg-Flensburg und Lübeck-Puttgarden wurden am Morgen wieder freigegeben.  
  • Unser Videoteam hat gestern an Sylts Südspitze beeindruckende Bilder eingefangen.
     
  • Wegen des Sturmtiefs haben die Kreuzfahrtschiffe „AIDAvita“ und „Europa“ ihre Aufenthalte im Kieler Hafen um eine Nacht verlängert. Die beiden Schiffe hätten planmäßig am Mittwochabend ablegen sollen. Aufgrund des Sturms haben die Kapitäne allerdings aus Sicherheitsgründen beschlossen, im Kieler Hafen abzuwarten, bis der Wind nachlässt, wie ein Sprecher des Hafens am Donnerstag mitteilte. Die „Europa“ legte demnach erst am Donnerstag mit einigen Stunden Verspätung gegen 5 Uhr und die „AIDAvita“ gegen 8 Uhr ab.
  • „Mein besonderer Dank geht an die vielen tausend überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren, die in den letzten Stunden wieder einmal bewiesen haben, dass sie das alternativlose Rückgrat der Gefahrenabwehr in Schleswig-Holstein sind“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Ilona Dudek. Die Feuerwehren hätten durch ihren Einsatz nicht nur viele Schäden verhindert oder minimiert, sondern dort wo es ging auch schnell wieder gestörte Infrastruktur in Funktion gebracht. Ein großer Dank gehe auch an die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die ihre Mitarbeiter problemlos für den Dienst am Nächsten freigestellt hätten.
  • Jetzt kommt auch die erste Bilanz der Feuerwehren in Schleswig-Holstein über den Ticker: Bis heute Morgen meldeten die Leitstellen in SH demnach rund 1300 Feuerwehreinsätze. Schwerpunkt sei die Westküste gewesen. Vor allem umgeknickte Bäume oder lose Äste und wegfliegende Dachpfannen oder Verkehrsschilder bereiteten den Feuerwehren viel Arbeit. An den Küsten mussten die Feuerwehren zudem häufig Strandkörbe wieder „einfangen“ und sichern. Laut Mitteilung des Landesfeuerwehrverbandes gab es ersten Erkenntnissen zu folge keine schwerwiegenden Personenschäden. Auf Wyk auf Föhr wurde eine Frau jedoch von einem abgeknickten Ast getroffen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. 
  • So sieht es heute Morgen in Kiel an der Seebar aus - auf zum Wattwandern in der Landeshauptstadt (!):
     
     
  • Der erste Herbststurm des Jahres hat der Hamburger Feuerwehr 380 Einsätze beschert. Zu Spitzenzeiten seien am Mittwoch gut 450 Einsatzkräfte gleichzeitig wegen des Sturmtiefs „Sebastian“ ausgerückt, teilte die Feuerwehr am Donnerstagmorgen in einer ersten Bilanz mit. Vor allem umgestürzte Bäume sowie herabgefallene Äste machten der Feuerwehr demnach zu schaffen. Mehrfach hätten die Einsatzkräfte Straßen und Bahngleise freiräumen müssen.
  • Einen Tag nach Ankunft des Orkantiefs „Sebastian“ im Norden sollen in Hamburg im Tidegebiet der Elbe am Donnerstag zum ersten Mal in diesem Jahr probehalber die Sturmflutsirenen ausgelöst werden. „Der Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Anlagen auch dazu, das Sirenensignal in Erinnerung zu rufen und auf die in Kürze beginnende Sturmflutsaison hinzuweisen“, erklärte der Leiter der Katastrophenabwehr, Staatsrat Bernd Krösser. Die Sirenen sollen von 10.15 Uhr an für fünf Minuten ertönen.
    Die Anwohner müssten keine Maßnahmen ergreifen. Im Ernstfall fordert laut Innenbehörde das Sirenensignal die Bevölkerung dazu auf, die Radios einzuschalten und auf Durchsagen der regionalen Rundfunksender zu achten. In Hamburg besteht demnach insbesondere vom 15. September bis zum 31. März 2018 erhöhte Sturmflutgefahr.
  • Nachdem das Sturmtief „Sebastian“ am Mittwoch über Norddeutschland gewütet hat, sind Polizei und Feuerwehr zu rund 800 Einsätzen ausgerückt. Am späten Abend habe sich die Lage aber beruhigt. Nach 23 Uhr hat es kaum noch sturmbedingte Einsätze in Hamburg gegeben, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte.
  • Derweil warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag vor Unwettern im Südwesten Deutschlands. In den Morgenstunden könnte es im südlichen Hessen, Teilen Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Dauerregen mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.
  • Guten Morgen, während der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnungen für Schleswig-Holstein aufgehoben hat, sind die Folgen von Sturm "Sebastian" weiter zu spüren. Nach dem ersten großen Herbststurm des Jahres müssen Pendler im Berufsverkehr in Norddeutschland auch am Donnerstagmorgen noch mit den Folgen kämpfen. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Norden weiterhin vier Strecken gesperrt, auf einigen weiteren waren nur einzelne Gleise befahrbar. Die Bahn sowie der private Anbieter Metronom rechneten auch am Donnerstag mit Verspätungen bei vielen Verbindungen. Die Strecken Hamburg-Flensburg (RE7), Kiel-Husum (RE74), Kiel-Rendsburg (RB75) und Lübeck-Puttgarden (RB85) blieben zunächst gesperrt.
    Engpässe gab es am Morgen zudem auf den Strecken Bremen-Oldenburg und Bremen-Norddeich, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Da etwa in der Nähe von Delmenhorst nicht alle Gleise befahrbar seien, komme es dort auch zu Verspätungen für den Fernverkehr. Auch Verbindungen von und nach Rostock waren von den Sturmfolgen betroffen. Der Betreiber Metronom teilte am Mittwochabend mit, dass zwischen Hamburg und Stade sowie zwischen Stade und Cuxhaven kein Zugverkehr möglich sei. Auf den weiteren Strecken sei mit Verspätungen zu rechnen.„Sebastian“ zog in der Hansestadt zudem Einschränkungen im U- und S-Bahnverkehr nach sich. In Berlin rief die Feuer am Mittwochnachmittag wegen der vielen wetterbedingten Einsätze für knapp zwei Stunden den Ausnahmezustand aus.
  • Mit diesem Bild der wütenden See vor Sylt heute Abend verabschieden wir uns für heute. Wir wünschen Ihnen eine ruhige Nacht! Foto: Michael Bergmann
     
  • Mit 2,40 Metern über dem mittleren Hochwasser fiel die Sturmflut in Hamburg höher aus, als erwartet. Dort wurde mit einem Pegelstand von 2 Metern über dem mittleren Hochwasser gerechnet. Der Strandweg in Blankenese stand bereits um 20 Uhr unter Wasser, die Feuerwehr musste einigen Autofahrern aus dem Wasser helfen.
  • Die erste Sturmflut in diesem Herbst hat am späten Abend den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil St. Pauli unter Wasser gesetzt. Das Wasser steht an einigen Stellen etwa knietief, wie Passanten berichten.
  • In Kiel verlief Sebastian glimpflich. Wie die Kieler Feuerwehr mitteilt, rückte sie seit den Mittagstunden zu rund 40 sturmbedingten Einsatzen aus. Die Einsatzkräfte hatten es mit einem abgedeckten Dach, umgestürzten Bäume und Ästen auf der Straße zu tun. Verletzt wurde in der Landeshauptstadt niemand.
    Im Landkreis Plön kam es zu rund 60 Unwettereinsätzen, in Rendsburg-Eckernförde rückte die Feuerwehr etwa 145 Mal aus.
  • Auch der Fischmarkt in Hamburg steht unter Wasser. In buchstäblich allerletzter Minute bringt dieser Fahrer sein Auto in Sicherheit.
  • In Hamburg steigt das Wasser - nun aber schnell, liebe Autofahrer!
  • Auch dieser Husumer hatte keine Angst vor nassen Füßen. Foto: Thomas Heyse
     
  • Am Dockkoog in Husum trotzen Schaulustige Wind und Hochwasser. Foto: Thomas Heyse
     
     
  • In Großhansdorf ist der Strom wieder da. Der Ausfall könnte durch eine Kettenreaktionen ausgelöst worden sein, weil Bäume auf Stromleitungen fielen.
  • Von der Regional-Leitstelle West hieß es, es habe „locker mehr als 230 Einsätze“ gegeben, vor allem an der Nordseeküste in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg. Im Bereich der Regional-Leitstelle Süd mit Lübeck und den Kreisen Ostholstein, Lauenburg und Stormarn rückten die Einsatzkräfte bis etwa 20.00 Uhr 168 Mal wegen des Sturms aus. Von der unter anderem für Kiel zuständigen Leitstelle Mitte waren zunächst keine genauen Zahlen zu bekommen.
    Alle Polizeisprecher sagten, dass vor allem umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste und Ziegel die Einsatzkräfte auf den Plan gerufen hätten.
  • Nach Hunderten Einsätzen hat sich am Abend die Situation in Schleswig-Holstein entspannt. Aus allen vier Regional-Leitstellen hieß es gegen 20 Uhr, dass es ruhiger werde. „Es flaut mittlerweile ab“, sagte etwa ein Sprecher der Regional-Leitstelle West. Bis zum Abend verzeichnete die Polizei in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg 189 sturmbedingte Einsätze, wie die Polizei in Flensburg mitteilte.
     
  • Der Deutsche Wetterdienst hat eine Reihe von amtlichen Unwetterwarnungen vor orkanartigen Böen aufgehoben. Dies betrifft die Kreise Plön, Pinneberg (ohne Helgoland), Dithmarschen - Binnenland, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland - Binnenland, Schleswig-Flensburg - Küste sowie die Stadt Flensburg. 
  • in Hamburg sind die Feuerwehren im Minutentakt ausgerückt. Zwischen 12 und 19.15 Uhr seien die Einsatzkräfte gut 350 Mal ausgerückt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. „Wir hatten in den Spitzenzeiten 230 Notrufe pro Stunde.“ Am Abend seien es noch rund 100 Notrufe in der Stunde gewesen. Vor allem umgestürzte Bäume sowie herabgefallene Äste und Gerüstteile machten der Feuerwehr demnach zu schaffen. Mehrfach hätten die Einsatzkräfte Straßen und Bahngleise freiräumen müssen.
  • Der Campingplatz in Schobüll bei Husum steht unter Wasser. Foto: Thomas Heyse
     
  • Das überwiegend verweiste Messegelände in Husum: Der Großteil der Messe wurde am Nachmittag seitens der Behörden geräumt. Große Leichtbauzelte drohten wegzufliegen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und technischem Hilfswerk rückten an um das Gelände abzusichern. Mitarbeiter der Messe versuchten Zelte mit Gabelstablern zu sichern. Große Gelenkbusse wurden als Windpuffer vor die großen weißen Zelte gefahren. Auch die angrenzende Bundesstraße B5 musste aus sicherheitsgründen gesperrt werden. Ebenfalls wurden direkt angrenzende Einfamilienhäuser evakuiert. Die Gefahr das sich Teile der Zelte lösen war zu hoch. Foto: Benjamin Nolte
     
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