Anschlag Stockholm
zur Navigation springen

Anschlag Stockholm

  • Derweil ruft Frankreichs Staatspräsident François Hollande zum gemeinsamen Anti-Terror-Kampf in Europa auf. «Der ununterbrochene Kampf gegen den Terrorismus muss eine Priorität der europäischen Solidarität sein», erklärt Hollande laut einer Mitteilung des Élyséepalastes. Er sei entsetzt und empört, fügt Hollande hinzu.  

  • Das Brandenburger Tor in Berlin wird nicht in den schwedischen Nationalfarben angestrahlt. Das teilt der Senat auf Anfrage mit. Vor wenigen Tagen hatte es für Wirbel gesorgt, dass das Tor nach dem Anschlag in St. Petersburg nicht in den russischen Farben illuminiert wurde. Daraufhin hatte der Berliner Senat klargestellt, dieses besondere Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität komme nur bei Partnerstädten zum Tragen, wie zuletzt etwa nach Attentaten in Paris, Brüssel, London oder Istanbul. Stockholm ist keine Partnerstadt von Berlin

  • Die schwedische Polizei hat Untersuchungen wegen des Verdachts auf Terror eingeleitet. Die Ermittler befragten am Nachmittag zwei Zeugen auf der Polizeiwache. «Sie werden zum jetzigen Zeitpunkt keines Verbrechens verdächtigt», teilt die Polizei mit. Die Ermittler erhofften sich aber nützliche Informationen von ihnen. Nach einer weiteren Person, die zum Tatzeitpunkt am Tatort gesehen worden sein soll, sucht die Polizei mit mehreren Bildern. «Er ist interessant für unsere Ermittlungen.»

    Der Täter ist noch auf freiem Fuß, nachdem er am Nachmittag mit einem Lastwagen in einer Einkaufsstraße zunächst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast war. Die Zahl der Toten und Verletzten ist ebenfalls weiter unklar.


    Foto: Claudio Brescian, TT News Agency/dpa
  • Züge von und nach Stockholm werden frühestens am Samstagmorgen ihren Betrieb wieder aufnehmen. «Der Zugverkehr von und nach Stockholm ist den Rest des Tages eingestellt», sagt der Sprecher der Schwedischen Staatsbahnen, Stephan Rye, nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Fernsehgesellschaft Sveriges Television AB (ST). 

    Der Flugverkehr läuft hingegen nach dem mutmaßlichen Anschlag ohne Einschränkungen weiter. Der Pressechef des staatlichen Unternehmens für Luftverkehrsinfrastruktur, Swedavia, berichtet ST, dass an den städtischen Flughäfen Arlanda und Bromma alles planmäßig ablaufe, lediglich die Polizeipräsenz sei dort erhöht worden.

  • Fußgänger gehen über die Norrbro-Brücke nachdem der öffentliche Personennahverkehr in Stockholm eingestellt wurde. Im Hintergrund ist das Schloss zu sehen.


    Foto: Noella Johansson, TT News Agency/AP/dpa
  • Die Vereinten Nationen verurteilen den mutmaßlichen Anschlag in Schwedens Hauptstadt. «Unser Mitgefühl gehört den Familien der Opfer und allen Betroffenen», ließ UN-Chef António Guterres in New York über seinen Sprecher Stéphane Dujarric ausrichten. «Die Vereinten Nationen stehen solidarisch mit dem Volk und der Regierung von Schweden.» 

  • Russlands Präsident Wladimir Putin spricht Schweden sein tiefes Mitgefühl nach dem mutmaßlichen Anschlag in Stockholm aus. «In unserem Land kennen wir die Grausamkeiten des internationalen Terrorismus nicht nur vom Hörensagen», heißt es in einem Schreiben Putins an den schwedischen König Carl XVI. Gustaf der Agentur Interfax zufolge in Moskau. «In dieser schwierigen Stunde trauern die Russen gemeinsam mit dem schwedischen Volk.» Putin wünschte den Verletzten eine baldige Genesung. 

  • Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan zeigt sich nach dem möglichen Anschlag von Stockholm solidarisch mit den Bürgern der schwedischen Hauptstadt. London stehe geeint mit Stockholm und seinen Bürgern, teilt der Bürgermeister mit. «Die Londoner wissen, wie es sich anfühlt, sinnlosen und feigen Terrorismus zu ertragen.» Bei einem Anschlag in London in der Nähe des britischen Parlaments vor zwei Wochen waren mehrere Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden. 



  • Wegen des mutmaßlichen Terroranschlags in Schweden sind die Telefonnetze teilweise überlastet. Das berichtet der nationale Kriseninformationsdienst «Krisinformation» im Kurznachrichtendienst Twitter. Der Notfallinfodienst forderte die Bevölkerung auf, soziale Medien zur Kommunikation zu nutzen und nicht unbegründete Gerüchte zu verbreiten. 



  • Laut Aftonbladet wurde eine Person festgenommen. Dies wurde allerdings noch nicht von der Polizei bestätigt.

  • Trotz eines mutmaßlichen Anschlags erhöht die schwedische Sicherheitspolizei Säpo einem Medienbericht zufolge die Terrorwarnstufe in Stockholm nicht. Seit längerer Zeit liege die Terrorwarnstufe bereits auf der dritten von fünf Stufenerhöhte Bedrohung»). «Wir betrachten das Geschehene als ein gesondertes Ereignis und wir arbeiten intensiv mit der Polizei zusammen, um schnell agieren zu können», sagt Säpo-Sprecher Karl Melin der öffentlich-rechtlichen Fernsehgesellschaft Sveriges Television AB. Man bewerte die Situation aber kontinuierlich neu. 

  • Die Stadt Stockholm öffnet öffentliche Gebäude für Bürger, die aufgrund von Verkehrsbehinderungen nicht mehr nach Hause kommen können. Das melden die Stadt und der schwedische Kriseninformationsdienst «Krisinformation». Mehrere öffentliche Gebäude in der Hauptstadt wie eine Schule stünden den Bürgern am Abend offen.



  • Ein Polizist weist Bürgern während der Evakuierung der Innenstadt Stockholms den Weg.


    Foto: Claudio Brescian, TT News Agency/AP/dpa
  • Journalistinnen an einer Absperrung der Polizei in der Stockholmer Innenstadt.


    Foto: Kenta Jönsson, Zuma/dpa
  • UPDATE Bei dem mutmaßlichen Anschlag in Stockholm sind vier Menschen gestorben und 15 verletzt worden. Das bestätigt die schwedische Polizei auf ihrer Webseite. Es handle sich aber um vorläufige Angaben.

    «Eine Person wurde festgenommen, die Verbindungen zu dem Fall haben kann», schreibt die Polizei. «Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht über die Festnahme sagen.» 

  • Bei der Lkw-Attacke von Stockholm geht die Polizei von einem Terroranschlag aus. Das bestätigt ein Sprecher auf einer Pressekonferenz. «Wir haben eine Arbeitshypothese, dass das hier eine Terrortat ist», sagt Sprecher Stefan Hector. Ein weiterer Sprecher ergänzt: «Wir haben eine Anzahl von Personen kontrolliert, die interessant waren, und vor einer Weile eine Person festgenommen, an der wir besonders interessiert sind.»

  • Nach dem mutmaßlichen Anschlag hat die schwedische Polizei den festgenommenen Mann identifiziert. Das bestätigt ein Sprecher auf einer Pressekonferenz. Die Person stimme mit dem Mann überein, der auf einem Bild unweit des Tatorts aufgetaucht war. Ob es sich um den Täter handelt, ist unklar.

  • Der festgenommene Mann in Stockholm hat sich nach Angaben der Polizei am Abend in einem Laden auffällig verhalten. Das bestätigt ein Sprecher auf einer Pressekonferenz. Deshalb sei eine Polizeistreife auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn festgenommen. Die Person stimme mit dem Mann überein, der auf einem Bild unweit des Tatorts aufgetaucht war. Ob es sich um den Täter handelt, war zunächst unklar. 

  • Der festgenommene Mann könnte nach Angaben der schwedischen Polizei Komplizen gehabt haben. Die Polizei will sich nicht dazu äußern, ob der Mann bereits vorher im Visier der Ermittler stand. Die Polizei kann nicht mit Sicherheit sagen, dass er den Lastwagen fuhr.

  • Derweil gehen in der Nähe des Stockholmer Hauptbahnhofs die Ermittlungen weiter.


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Ein Polizist weist Passanten in Schwedens Hauptstadt den Weg zum Bahnhof.


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Die schwedische Regierung verstärkt nach einem möglichem Anschlag in Stockholm die Grenzkontrollen des Landes. «Wir haben heute Abend beschlossen, die Grenzkontrollen zu verstärken», sagt Ministerpräsident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz. «Ihr könnt nicht über unser Leben bestimmen. Ihr werdet niemals gewinnen», sagt er an Terroristen gerichtet.

  • Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven spricht nach dem möglichem Anschlag in Stockholm Angehörigen und Opfern Mut zu. «Ihr sollt wissen, dass ganz Schweden hinter euch steht», sagt Ministerpräsident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz. Schweden könne stolz auf die Menschen sein, die ihre Häuser für die geöffnet hätten, die nicht nach Hause kommen konnten. «Das ganze Land steht zusammen», so Löfven. «Jetzt müssen wir unser Mitgefühl mit den Betroffenen zeigen. Passt aufeinander auf». 

  • Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilt den Anschlag von Stockholm als verabscheuungswürdige Tat. «Schweden wird sich nicht durch diese abscheulichen Mörder einschüchtern lassen», sagte er auf einer Pressekonferenz. «Es fühlt sich so furchtbar an, was passiert ist. Unschuldige Menschen sind getroffen worden.» Ziel des Terrorismus sei es, die Demokratie zu untergraben. «Aber so ein Ziel wird in Schweden nie erreicht werden.» 

  • Anschläge wie die Terrorattacke mit einem Lastwagen in Stockholm lassen sich nach Angaben des schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven auch künftig nicht sicher vermeiden. «Wir werden immer alles tun, was in unserer Macht steht, um Schweden zu beschützen. Aber wir können nicht garantieren, dass das nicht wieder passiert», sagt er. 

    Die Regierung werde unermüdlich für die Sicherheit der Menschen arbeiten. «Die Unruhe ist berechtigt, ich kann sie voll und ganz verstehen. Aber wir haben eine sehr kompetente Polizei und Sicherheitspolizei. Und wir tun alles, um zu sichern, dass die Menschen sicher sind», sagt Löfven.

  • Kerzen brennen vor der schwedischen Botschaft in der finnischen Hauptstadt Helsinki im Gedenken an die Opfer von Stockholm. 


    Foto: Markku Ulander, Lehtikuva/dpa
  • Im Dauereinsatz: Schwedische Polizisten patroullieren nahe dem Hauptbahnhof in Stockholm.


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Reaktion aus den USA: Der Sprecher des Außenministeriums, Mark Toner, spricht den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. «Solche Angriffe sollen die Saat der Angst säen, aber in Wirklichkeit bestärken sie uns nur in unserer gemeinsamen Entschlossenheit, den Terrorismus weltweit zu bekämpfen», erklärt er. Die USA stünden bereit, der schwedischen Regierung Hilfe bei den Ermittlungen anzubieten.

  • Aufnahmen einer Überwachsungskamera eines Geschäfts in der Einkaufsmeile Drottninggatan zeigen, wie Menschen vor dem heranrasenden Lastwagen flüchten.



  • Wie die Stadt und der schwedische Kriseninformationsdienst «Krisinformation» mitteilt, gibt es in Stockholm weiterhin Störungen im U-Bahnverkehr. Viele Teile der Innenstadt seien weitesgtehend abgesperrt. Wie lange die Sperrung noch andauern werde, sei noch unklar, heißt es.

    Der schwedische Ministerpräsident Stefan Lofven (l.) besuchte noch in der Nacht Polizisten, die in der Einkaufsmeile Drottninggatan Wache schieben. 


    Foto: Fredrik Sandberg, TT News/AP/dpa
  • Die schwedische Polizei will vorerst keine neuen Informationen zu dem Anschlag veröffentlichen. Dies sei frühestens für Samstagmorgen wieder geplant, twittert die Polizei.

  • Der schwedische Formel-1-Pilot Marcus Ericsson drückt den Opfern und Hinterbliebenen des Anschlags seine tiefe Anteilnahme aus. «All meine Gedanken sind bei dir Stockholm», schreibt der Sauber-Pilot am Rande des Grand Prix von Shanghai bei Twitter. Der Schweizer Sauber-Rennstall, den schwedische Investoren unterstützen, teilt mit: «Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Verwandten, Marcus Ericsson und unseren schwedischen Freunden.»

  • Die Einkaufsmeile Drottninggatan ist weiterhin abgesperrt. Auf den Straßen liegen Trümmer und umgefahrene Ampel. Beamte in der Nähe des Tatorts lassen nur Hotelgäste und Bewohner hinter die Absperrbänder.


    Fotos: Markus Schreiber, AP/dpa
  • Der nach dem Anschlag in Stockholm festgenommene Mann hat nach Polizeiangaben «wahrscheinlich» den Lkw gesteuert, der gestern in eine Menschenmenge gerast war. Das sagt ein Polizeisprecher dem schwedischen Radiosender SR. Der Mann steht unter Terrorverdacht. «Wir können nicht ausschließen, dass weitere Personen festgenommen werden, aber wir sehen keine Hinweise, dass eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht», sagt der Sprecher weiter.



  • In Stockholm wehen heute den ganzen Tag lang alle Flaggen auf Halbmast. Das habe die Stadt gemeinsam mit dem Reichstag, der Regierung und dem Stockholmer Schloss entschieden, heißt es in einer Mitteilung. Im Besuchereingang des Rathauses soll zwischen 10 und 15 Uhr ein Kondolenzbuch ausliegen, in dem Bürger ihr Beileid bekunden können.


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Ein Mann legt am Anschlagsort in der Stockholmer Innenstadt Blumen nieder.


    Foto: Markus Schreiber, AP/dpa
  • Weitere Menschen bringen - so wie diese Frau - ihre Anteilnahme mit Blumen zum Ausdruck.


    Foto: Markus Schreiber, AP/dpa
  • Auch Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel besuchen an diesem Vormittag den Ort des LKW-Anschlags. Sie legten in der Nähe des Tatorts rote Rosen nieder. «Ich fühle große Trauer und Leere», sagte die Thronfolgerin laut der Boulevardzeitung «Aftonbladet». «Aber ich fühle trotzdem eine Stärke, denn die Gesellschaft hat mit enormer Kraft gezeigt, dass wir uns dem hier entgegensetzen.» Auf die Frage eines Reporters, wie das Land durch diese schwere Zeit kommen solle, antwortet Victoria demnach: «Zusammen.» 


    Foto: Antti Aimo Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Blumen und Kerzen sind am Tag nach dem Anschlag an einer Betonabsperrung in der Fußgängerzone nahe des Tatorts abgelegt. 


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Auch beim Einkaufszentrum «Åhléns City», dem Ort des LKW-Anschlags, legen Menschen zahlreiche Blumen nieder. 


    Foto: Anders Wiklund, TT News Agency/AP/dpa
  • Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm korrigiert die Gesundheitsbehörde die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Verletzten auf zehn. Ein weiterer Patient in einem Krankenhaus sei dem Vorfall zugeordnet worden, sagt eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich war am Morgen von neun in Krankenhäusern behandelten Patienten die Rede gewesen. Vier der Patienten sind den Angaben zufolge schwer verletzt, zwei von ihnen lagen am Samstag noch auf der Intensivstation. Unter den zehn Verletzten sei auch ein Kind, sagt die Sprecherin. «Es ist aber nicht schwer verletzt.»

  • Blick auf das Stockholmer Einkaufszentrum «Åhléns City» am Tag danach.


    Foto: Anders Wiklund, TT News Agency/dpa
  • Der Iran verurteilt den mutmaßlichen Terroranschlag in Schweden. «Dieser Anschlag hat erneut bewiesen, dass der Terrorismus keine Grenzen kennt und daher auch nur gemeinsam bekämpft werden kann», erklärt Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Dafür müssten aber einige Länder im Westen und im arabischen Raum die politischen Spielchen beiseite legen. Anstatt den US-Angriff in Syrien zu begrüßen, der nur die Terroristen gestärkt habe, sollten sie sich auf einen konsequenten Kampf gegen den Terrorismus konzentrieren, so der Sprecher laut Internetportal des Ministeriums.

  • Stockholm trauert. Vor dem Parlament wehen die Landesflaggen auf Halbmast.


    Foto: Antti Aimo-Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Doch auch in Deutschland - sowie hier vor einer IKEA-Filiale in Berlin - wird der Opfer gedacht.


    Foto: Alexander Blum, dpa
  • Die britische Premierministerinn Theresa May hat dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven am Telefon ihr Mitgefühl ausgesprochen. «Das Vereinigte Königreich steht fest an Schwedens Seite», so May laut einer Mitteilung ihres Büros. Sie sei mit Löfven einig, dass man gegen solche Bedrohungen, «denen wir alle weiterhin gegenüberstehen», gemeinsam vorgehen müsse. Erst vor gut zwei Wochen, am 22. März, hatte ein Terrorist bei einem Anschlag in London fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt.

  • Für die Opfer des Lkw-Anschlags in Stockholm soll es am Montagmittag eine Gedenkfeier und eine landesweite Schweigeminute geben. Das kündigt Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven an, nachdem er einen Strauß roter Rosen in der Nähe des Tatorts niedergelegt hatte. «Heute ist ein Tag der Trauer», sagt Löfven. Jetzt müssten er und seine Landsleute versuchen, ihre Wut in etwas Konstruktives zu verwandeln. «Wir sind eine offene, demokratische Gesellschaft, und das werden wir auch bleiben.»


    Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven (2. v. r.) auf dem Weg zum Tatort. Foto: Antti Aimo Koivisto, Lehtikuva/dpa
  • Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm hat die Polizei in dem Lastwagen etwas gefunden, «das dort nicht hingehörte». Dies sagt Reichspolizeichef Dan Eliasson bei einer Pressekonferenz. Man könne aber noch nicht sagen, ob es sich bei dem Fund um eine brennbare Substanz handele. Das solle nun eine Untersuchung klären, so Eliasson.

  • Die Polizei in Stockholm schließt nicht aus, dass an dem Lkw-Anschlag mit vier Toten mehrere Täter beteiligt waren. «Wir können weiter nicht ausschließen, dass mehr Personen in die Attacke verwickelt sind», sagt der Chef der Reichspolizei, Dan Eliasson, auf der Pressekonferenz. Es werde weiter ermittelt. Er zeigten sich zuversichtlich, dass der am Freitagabend Festgenommene der Mann ist, der den Lastwagen in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gesteuert hat. «Nichts deutet darauf hin, dass wir die falsche Person haben», sagt Eliasson. 

  • Der nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm festgenommene Mann ist nach Angaben der Ermittler Usbeke und 39 Jahre alt. Das bestätigen die Behörden auf einer Pressekonferenz. Die Sicherheitspolizei habe im vergangenen Jahr Informationen über den Verdächtigen gehabt, die Angaben hätten sich aber nicht bestätigen lassen. «Wir konnten keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen», sagt Anders Thornberg von der schwedischen Sicherheitspolizei.

  • Bei dem Fund in dem Anschlags-Lkw von Stockholm soll es sich nach Angaben der Ermittler um einen Apparat handeln. «Ein technisches Gerät, das dort nicht sein sollte», sei auf dem Fahrersitz gefunden worden, sagt der schwedische Reichspolizeichef Dan Eliasson. Weitere Untersuchungen sollen nun klären, um was genau es sich gehandelt hat.

  • Die schwedischen Ermittler gehen nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm weiter von einem Terrorakt aus. «Viel spricht zum jetzigen Zeitpunkt dafür, dass das der Fall ist», sagt Staatsanwalt Hans Ihrman auf einer Pressekonferenz auf die Frage nach einem terroristischen Motiv. Das Telefon des Festgenommenen und seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken würden untersucht, sagen die Ermittler. 


    Foto: Anders Wiklund, TT News Agency/dpa
  • Gleichwohl sei das Motiv weiter unklar, sagt Reichspolizeichef Dan Eliasson bei einer Pressekonferenz. Derzeit untersuchten die Ermittler das Handy des festgenommenen Terrorverdächtigen und seine Profile in den sozialen Medien. «Wir kennen seine Absichten nicht», sagt Eliasson. 

  • Die Behörden stellen sich auf lange Untersuchungen ein. «Das ist eine umfassende Ermittlung, die lange dauern wird», sagt Dan Eliasson, Chef der schwedischen Reichspolizei. Dabei bekämen die Beamten auch Hilfe aus dem Ausland. «Wir haben breite internationale Unterstützung», so der Polizeichef weiter. Auch mit Ministerpräsident Stefan Löfven und seinem Kabinett stehe man in ständiger Verbindung: «Wir teilen alle unsere Untersuchungsergebnisse mit der Regierung.»

    Anders Thornberg von der Sicherheitspolizei betont ebenfalls, Schweden werde bei den Ermittlungen aus dem In- und Ausland unterstützt: «Wir haben weiter gute Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Behörden.» Es gehe auch darum, weitere Attentate zu verhindern.

  • Und hier noch, was wir bisher nicht wissen: 

    Der Festgenommene: Der Mann saß nach Polizeiangaben «wahrscheinlich» hinter dem Steuer des Lkw - dass er der Täter war, steht aber noch nicht fest.

    Der oder die Täter: War es ein Einzeltäter? Oder hatte der Fahrer des Lastwagens Komplizen? Die Polizei schließt nicht aus, dass mehrere Menschen an der Tat beteiligt waren. Es gebe aber keine Hinweise auf eine Gefahr für die Allgemeinheit. Berichte über eine weitere Festnahme bestätigten die Ermittler nicht. 

    ▪ Gegenstand im Lkw: Nach dem Anschlag wurde nach Polizeiangaben auf dem Fahrersitz ein technisches Gerät gefunden, «das dort nicht sein sollte». Worum es sich genau handelte, wird noch ermittelt. 

     Das Tatmotiv: Die Polizei geht ebenso wie Ministerpräsident Stefan Löfven von einem Terroranschlag aus. Bewiesen ist das noch nicht. Bislang hat sich noch keine Terrororganisation zu dem Anschlag bekannt.

    Der Tatablauf: Unmittelbar nach der Todesfahrt des Lastwagens gab es Gerüchte über Schüsse in der Stockholmer Innenstadt. Das bestätigte die Polizei aber nicht.

    Die Flucht: Wie und wohin der Täter direkt nach der Tat flüchten konnte, ist unklar.

  • Zeit der Trauer: Stockholm und seine Bürger sind in diesen Stunden in Gedanken bei den Opfern des Anschlags. 

    Liebe Leserinnen und Leser, wir beenden an dieser Stelle den Liveblog. Vielen Dank fürs Dabeisein und kommen Sie gut durch den Tag!


    Foto: Markus Schreiber, AP/dpa
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform